Der Stempelpapier- Impost aus dem Fürstentum Isenburg

 


Im 18. Jahrhundert zählte die Fürstin von Isenburg, geborene Gräfin von Parkstein, wegen Altenbamberg, 
Alte Baumburg und Steigerhof zum Kanton Oberrheinstrom des Ritterkreises Rhein.

Durch § 19 des Reichsdeputationshauptschlusses vom 25. 2. 1803 erhielt der Fürst von Isenburg für die Abtretung des Dorfes Okriftel das Dorf Gainsheim/ Geinsheim am Rhein mit gewissen Resten der Abtei Jakobsburg auf der rechten Rheinseite sowie das Dorf Bürgel bei Offenbach, die Fürstin zu Isenburg, Gräfin von Parkstein, für ihren Anteil an der Herrschaft Reipoltskirchen und anderen Herrschaften am linken Rheinufer eine Rente von 23000 Gulden. 

1806 trat Isenburg-Birstein dem Rheinbund bei, erlangte die Güter von Isenburg-Philippseich und die Hälfte der Herrschaft der Grafen Schönborn- Heusenstamm, sicherte sich die Hoheit über die gräflich gebliebenen Linien
(u. a. Isenburg-Büdingen, Isenburg-Wächtersbach, Isenburg-Meerholz) und vereinigte so alle isenburgischen Güter mit 190 Quadratkilometern und etwa 58000 Einwohnern. 


1815 wurde es aber mediatisiert und kam zunächst an Österreich und 1816 teils an Hessen-Darmstadt, teils an Hessen-Kassel und damit 1866 an Preußen.

 

beide Abschnitte sind aus Offenbach 1807

 



 

ein Gebührenstahlstichstempel = N:2 über 4 Kreuzer

 
Dies Gebührenklasse ist im Erler Katalog unbekannt,
und Isenburg gehörte ab 1806 nicht zum GHZ Hessen, 
wie dort zu lesen ist!


 

 
 



und der Gebührenerhöhungsstempel mit der N:2 zu 8 Kreuzer

 

 
 

Quelle: Deutsches Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek Leipzig,
Papierhistorische Sammlungen =  I – 377

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