Eine Sternstunde der Fiskal-Philatelie - 
Ein weiteres Highlight für Bayern aufgefunden:
Der bis dato völlig unbekannte 30 Gulden Stempel!



Bisher waren uns die nur dem König von Bayern vorbehaltenen Stempel 
und die in die bayerische Chargenkasse einfließenden Stempelsteuer-Einnahmen
unbekannt!


Anmerkung: 
Als ich bayerische und pfälzische Dokumente bekommen hatte, war mir klar, 
Churpfalz und Bayern, das konnte doch noch nicht alles gewesen sein. 

Da fehlen ja jegliche geschichtliche Zusammenhänge und es war nicht alles Ober und Niederbayern, 
welches einen Wecken getragen hat. Die Wecken gab es auch in der Pfalz und den pfälzischen Löwen sowieso! 

Und hier zum besseren Verständnis,

und
um die immer wieder in der Literatur beschriebene Geschichtsverfälschung ein für allemal zu korrigieren: 

Bayern ist an die Pfalz gekommen und nicht umgekehrt! 

Denn das eigentliche Wittelsbachsche Haus Bayern ist schon endgültig 1777 ausgestorben. 

Nach den Hausunionsverträgen von Nymphenburg, Schwetzingen 1766 und zu München 1771, trat der erwartete Erbfall am 30.12. 1777 ein. 

Und das Kurfürstentum Bayern wurde mit der Churpfalz vereint.  

Nicht umgekehrt, wie es in manchen geschichtlichen Büchern und Abhandlungen zu lesen steht! 

Nach über 400 Jahren sind die Wittelsbacher Stammlande Pfalz und Bayern wieder in einer Hand, 
der des Kurfürsten Carl Theodor, vereint worden. 

Und von da ab, kann ich von einem Gesamt- Wittelsbacher Gebiet sprechen, sowohl in der Churpfalz, in Neuburg, Sulzbach, Jülich, Berg, Zweibrücken und Bergen op Zoom und in Bayern! 

Nicht umsonst nennt sich der Pfälzische Wittelsbacher Carl Theodor zuerst  auf seinen Dokumenten 
= Pfalzgraf bei Rhein und dann kommt erst Herzog in Ober- und Niederbayern!


Und es sind die pfälzischen Wittelsbacher, die Pfalz Neuburger und Pfalz Sulzbacher, die diese Machtfülle erfahren durften!
Später folgten dann die Pfalz Zweibrückener, Pfalz Birkenfelder nach, aber es war kein bayerischer Wittelbacher, denn die gab es längst nicht mehr, die waren ja restlos alle, längst ausgestorben!


 

Bei diesem prächtigen Dokument 
handelt es sich um ein
Commandanten Patent für die Festung Rottenberg, für den Obersten des Garnisons Regiments Valentin Graf von Hörl.

Die Urkunde beginnt wie folgt: 

Wir Carl Theodor von Gottes Gnaden Pfalzgraf bei Rhein,  Herzog in Ober und Niederbayern des heil. röm. Reichs Erztruchses und Kurfürst zu Jülich, Kleve und Berg Herzog, Landgraf zu Lichtenberg, Fürst zu Mörs, Marquis zu Bergen op Zoom, Graf zu Veldenz, Spohnheim, der Mark, und Ravensberg, Herr zu Ravenstein. etc.etc. ...

  



Linker Teil der Urkunde aus Papier

 



Rechter Teil der Urkunde

 

 

Oben die eigenhändige Unterschrift Carl Theodors.

 



Kurfürstliches Kanzlei Insiegel

 




Auch mit dem kirchlichen Segen datiert München den 16ten Juliy 1795.

 



Commandantens Patent
der Festung Rottenburg
für
den Obersten des Garnisons Regiments
Valentin Graf von Hörl.

 

 

Und das ist er, 
der ganz frisch aufgefundene Gebührenstempel der bayerischen Fiskalphilatelie über 30 Gulden,
im Erler Katalog nicht gelistet und überhaupt in der Fiskalphilatelie Deutschlands völlig unbekannt!


 

www.stempelpapier.de