Der Stempelpapier- Impost in Kombination von einem Gesundheitspass (Seuchenpass) und einem Reisepass aus der Freien Stadt Frankfurt

 

 

1831/1832 grassierte die Cholera in Deutschland

 

Ein Brief aus dieser Zeit von 1832

Es leidet keinen Zweifel, dass in den letzten Monaten durch die furchtbare Seuche, bei der man den Arzt so oft vergessen muss, mehrere Menschen starben, als damals nur erkrankten.
Das man nach all den früheren Erfahrungen Sperrungen veranstaltet und zu der bevorstehenden Not noch neue häufte, fällt mir nicht ein. 
Aber was anders ist es, dies Nichttun, was anderes Gesundheitspässe ausstellen, welche die vollkommene Gesundheit des Ortes verbürgen. 
Abgesehen von der Frage des Contagiums, bleibt es doch immer eine Stadt, wo man wie an keinen anderen cholerafreien Orte Gelegenheit hat, in wenigen Stunden den Tod zu haben. 
Wie ein Staat solche Pässe, falsche Zeugnisse, ausstellen könne, überdies ein Staat, der Handel treibt, dessen Seele das Vertrauen ist, welches Sinken in der Achtung des eigenen Volkes, welches momentan nur in der Felonie Vorteile zieht, dies zur Folge haben müssen!

(Contagiums = Ansteckung; Felonie = Die ursprünglichen Wurzeln des Wortes liegen im lateinischen fello (von fallere: täuschen, betrügen)) 

   

 



Ein „Personen- Pass“ von 1832
demnach auch ein auf die benannte Person zugelassener „Gesundheitspass“, 
der wurde aber auch „Seuchenpass“ genannt!

 Über dem Wappen der farblos geprägte Gebührenstempel!

 

 



6 Kreuzer Stempeltaxe für diesen Seuchenpass!

 

 



Geschehen zu Frankfurt am Main, den 19ten Juni 1800 und zwei und dreißig (1832)

 


 



Und hier ist der zum Seuchenpass dazugehörige Reisepass aus der
Freien Stadt Frankfurt am Main von 1832

 

 



Gültig für ein Jahr…
Police
Taxe f.1. K.30

 

Bisher war diese Art Gebührenstempel über eine Polizei- Taxe aus der Freien Stadt Frankfurt 
in Fiskalphilatelistischen Sammlerkreisen unbekannt!

 

 

 



Im Namen des Senats …

 

 



Gegeben zu Frankfurt a. M. am 19. Juni 1800 und zwei und dreißig (1832) 
Stempel Polizei Amt der Freien Stadt Frankfurt

 

 



Stempel der Württembergisch- und Bayerischen 
Gesandtschaften, Frankfurt a. Main 1832!

 

 



Polizei- Büro Stempel Mannheim 1832

 
 

 

Dokumente aus dem Sammlungsfundus Gunter Wagner, Filderstadt. 
Vielen Dank dafür!


www.stempelpapier.de