Absolute Seltenheiten aus Sachsen entdeckt!

 

Für mich sind diese Dokumente mit den hier aufgezeigten Impost - Stempeln zuallererst mal 
Top- Raritäten aus dem Stempelpapier Fundus von Gunter Wagner Filderstadt.
Und sie sind ausnahmslos alle sehr, sehr selten aufzufinden, sehr oft auch Unikate in Fiskal- Sammlerhand!

Anm.: Nur die Spitze der deutschen Fiskalphilatelie - gähn... - hat diese Gebührenstempel schon zuhauf zu Hause rumliegen. Ist halt wie bei Forbin = vor über 100 Jahren zwar gemeldet, und doch noch nie aufgetaucht,  geschweige denn je aufgezeigt! 

 

Der Stempelimpost, das ist dasjenige Dokument, dem ein landesherrlicher Stempel zur Erhebung eines Imposts aufgedruckt wurde.

Der Stempelimport wurde als Mittel benutzt, um auf bequemen Weg Gebühren für den Staatshaushalt zu erheben.
Das unbeschriebene Papier, das sogenannte Stempelblankett, wurde mit einem Stempelwertzeichen versehen: eine öffentliche Landesabgabe, die jeweils nach der Höhe des aufgedruckten Stempels zu entrichten war.
Dazu kam noch das Kaufgeld für das vorgeschriebene Stempelpapier. 
Das Stempelpapier wurde von der dazu eingerichteten Stempel Faktorei bestempelt und ausgeliefert. 

Stempel- Impost hat es auch für Spielkarten, Kalender, Almanache, Bergwerke, Zoll, Accise, Wege, Brücken, Stadttore, Waagen, Trank (z.B. Bier), Perücken, Möbel und für vieles andere mehr gegeben!

Es ist dies eine indirekte Gebühren- (Steuer-) Einnahme des Staates, oder der Stände, der Pächter, der Städte und auch der Gemeinden! 
Je nachdem, um welchen Altdeutschen Staat (oder Herrschaft) es sich handelte!

Im Kurfürstentum Sachsen wurde die Ausschreibung und Einbringung von Impost Stempelpapier durch das Mandat vom 22.3.1682 bekannt gemacht.

Die Gebühren betrugen allgemein für Schriftstücke auf Papier 1 Goschen und auf Pergament 2 GR.
Der Impost Stempel durfte nicht beschrieben werden. 
War der auf dem Impost Stempel ausgedruckte Betrag nicht mehr lesbar, dann wurde das Impost Stempel-Papier für ungültig erklärt. 
Ebenfalls durften beschriebene Papiere nicht nachträglich gestempelt werden.

Das Mandat sah ebenfalls eine Reihe von Befreiungen von der Impost Stempelsteuer vor, z.B. für Schriften der allgemeinen Wohlfahrt, für landesherrliche Dienste, für amtliche Verhandlungen der Kirchen, Armen-, Arbeits-  u. Zuchthäuser u. der Brandversicherung, für Geleits- Zoll- und Accispässe, für auswärtige Regenten u. Gesandten, für Sportelquittungen, Wanderbücher, Reise- und Gesundheitspässe. Diese trugen in der linken oberen Ecke, anstelle des Wertstempels den Vermerk
„e. o.“ (ex officio), oft auch den Anlass, der eine Befreiung rechtfertigte, z.B. Armuth, "Militaria". 

 

  



Laufende Nr. 199 , Dresden 8. Januar 1683

 



Der erste IMPOST Gebührenstempel für das Kurfürstentum Sachsen,
mit der Gebührenverordnung von 1682.

 
Diese Stempelabart ist nicht identisch mit denen im Springer Handbuch aufgezeigten Impost Stempeln!!

 

Eine absolute Seltenheit und im Springer Handbuch = LP 
und in der deutschen Fiskalphilatelie erst einmal ein Doku mit Unikatsanspruch… wenn,
ja wenn wir nicht zwei auf einmal aufgefunden hätten!


 

 

 
 



Laufende Nr. 201, Dresden 8. Januar 1683

 

 


Auch dieses ist eine Gebührenstempel Abart, die mit den beiden im Springer Handbuch gezeigten Impost- Stempeln nicht identisch ist!! 

Eine absolute Seltenheit und im Springer Handbuch = LP 

 

 

 

 



Wittenburg (wohl heute Wittenberg) von 1777

 

 



Zwei Impoststempel wurden hier gesetzt!
Je zu „Ein Thaler“ und zu „Ein Groschen“

 

 

Auch diesem Dokument verleihe ich einen Unikatsanspruch, 
ob das nun welchen Leutchen aus der Fiskal- Philatelie passt oder nicht!!

Deshalb wiederhole ich mich hier gerne noch einmal zum Mitschreiben!

 

 

 

Noch ne Anmerkung in eigener Sache

Ich könnte hier seitenweise weitermachen, nur müsst Ihr Euch halt alle noch ein wenig gedulden, eine Fortsetzung folgt sicher! 

Nur habe ich immer soviel an Material zu verarbeiten, daß ich kaum hinterher komme.  
Mit diesem Material könnte ich auf einen Schlag locker 100 ARGE Rundbriefe füllen und das a 100 Seiten!
Doch natürlich fehlt mir hierzu - leider - die erforderliche Zeit, um das alles auf meinen Webseiten aufzuzeigen!! 

Doch ich bemühe mich ständig, möglichst vieles zu veröffentlichen, durchaus auch für die 'Großkopferten' in Deutschland - was man von anderen Fiskalvereinigungen in Deutschland nicht gerade behaupten kann! Dort wird Wissen erst mal intern gehandelt, dann an die Großkopferten in Deutschland und in der Welt weiter gegeben, man will sich ja noch profilieren, und erst ganz zum Schluss hat man ein paar Krümelchen für die Basis über, für die wirklichen Fiskalsammler und Forscher!

 

Aber wie schon gesagt: Sicher hat ja die Spitze der deutschen Fiskalphilatelie diese von mir hier aufgezeigten Stempelpapiere mit diesen Gebührenstempeln schon zuhauf zu Hause rumliegen.
Die arbeiten lieber im Dunkeln und kochen ihr ganz eigenes Süppchen im internen Kreis! 
Die Basis soll nach Möglichkeit unwissend gehalten werden, so läßt sich der Laden besser steuern!
Und das Schulterklopfen bleibt bei denen selbst hängen, na toll!!

 

Quellen:
- Wikipedia 
- Der Stempelpapier Impost aus dem Herzogtum/Churfürstentum/Königreich Sachsen 
  von Wolfgang Morscheck Bad Säckingen

 

www.stempelpapier.de