Für die Fiskalphilatelie selten und sowieso nur vom Allerfeinsten:
Der Stempelpapier- Impost aus der Landgrafschaft Hessen- Kassel

 

Lehn Brief für Wilhelm Meinshausen zu Morningen und Brüder vom 29.05.1717.
Die Familie Meinshausen erhält das Lehen der erloschenen Linie Jobst Ascan von Hardenberg.
De Anno 1717
    
   
Von Gottes Gnaden Wir Carl Landgraf zu Hessen, Fürst zu Hersfeld, Graf zu  Katzenelnbogen, Dietz, Ziegenhain, Herr? Indt? Schaumburg, 
thun kund hiermit und unsere Erben und Nachkommen… 

Karl Landgraf von Hessen-Kassel (1654-1730)

Residentz und Festung Cassel…..den 29. Maij Anno…
   
   
Den 29. Maij Anno Ein Tausend Siebenhundert und Siebenzehn
Signatur des Kanzlers…..

Kapselrolle fehlt!
   
   
Gebührenstempel beim Pergament in der Klasse No. 9 zu 12 alb. für Albus. 

Es ist die erste Ausgabe der Stempelpapiere aus der Landgrafschaft Hessen - Kassel vom 12. Dezember 1707?.....,  
und das gemäß der Cameral- Ausschreibung vom 6. August 1707, des Licents vom 8ten September 1707, 
der Verordnung vom 24. Oktober 1707 und die für das Ober- Fürstentum Schaumburg erlassene Ordnung vom 7. Novembris 1707
   
    
Albus
Groschenmünze des Spätmittelalters, die Mitte des 14. Jh.s vom Trierer Erzbischof Kuno von Falkenstein eingeführt und zur Hauptmünze an Mittel- und Niederrhein wurde. 
Der Name leitet sich vom lateinischen "denarius albus" (weißer Pfennig) ab, weil die Münze aufgrund des relativ hohen Silbergehalts ihre silbrig-weiße Farbe auch im Umlauf beibehielt. Der Name Weißpfennig wurde 1372 im Münzvertrag zwischen Köln und Trier urkundlich zum ersten Mal erwähnt. Der  Münzverein der rheinischen Kurfürsten von Köln, Trier, Mainz und der Pfalz machte sie zur rheinischen Vereinsmünze. Auf dem Münzbild zeigt sie die Wappen ihrer Mitglieder, u. a. das Mainzer Rad, danach auch Raderalbus genannt. Er galt 24 Pfennige und war damit praktisch ein Doppelschilling. Das Münzbild zeigte früher Christus oder Heilige und Elemente im gotischen Stil, im Lauf der Zeit veränderte sich sein Gepräge und wurde von vielen kleinen Dynastien in Westfalen, Hessen und Rheinland nachgeahmt. Bei wechselndem Wert sank der Albus schon vor der ersten Kipper-Wipperzeit zur Scheidemünze ab. Die letzten Stücke dieser Münzsorte wurden Ende des 18. Jh.s hergestellt.

 
 
 

Quellen: 
- Stempelpapier Fundus Gunter Wagner Filderstadt, und einmal mehr vielen Dank fürs Aufzeigen!
- Infos zu den Cameral- Ausschreibungen von Martin Erler aus seinem Katalog "Die Stempelpapiere von Kurhessen", 
[was ja so nicht stimmt, zu der Zeit war Hessen- Kassel nur Landgrafschaft, egal, jedenfalls] 
aus dem ORA Verlag 1992


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