Die DDR Außenhandels- Stempelmarken ...
wieder einmal Fiskal- Philatelie vom Feinsten!


 

Das Ministerium für Außenhandel der DDR war die zentrale staatliche Genehmigungs- und Koordinierungsbehörde für alle Fragen des Handels mit den Ländern des Rates für Gegenseitige Wirtschaftshilfe und mit dem nichtsozialistischen Ausland.  

Produzenten, Handelsbetriebe und Kombinate durften ohne Konsultation und Genehmigung des Ministeriums für Außenhandel keine selbständigen Handelsbeziehungen ins Ausland aufnehmen.
Dadurch wurde gleichzeitig der direkte Einfluss der Staats- und Parteiführung auf den Außenhandel gesichert.  

Besonders restriktive Bestimmungen galten für den MAH-Bereich Kommerzielle Koordinierung (KoKo), der spätestens ab 1967 den gesamten Handel mit dem kapitalistischen Ausland kontrollierte. 
Leiter dieses Bereichs, gleichzeitig Staatssekretär, zugleich einer der Stellvertreter des Ministers im MAH war der MFS-Offizier Alexander Schalck-Golodkowski.  

Wegen der immensen Summen an Valutamitteln, die den Bereich Koko passierten und dabei teilweise unter die Kontrolle der Staatssicherheit gerieten, galt Schalck-Golodkowski in der Regierung der DDR im Vergleich zu seinem Vorgesetzten, dem langjährigen Minister für Außenhandel, Gerhard Beil, als die einflussreichere Persönlichkeit.  

Der Dienstsitz des Ministeriums für Außenhandel der DDR befand sich in Berlin- Unter den Linden. 

Das Ministerium für Außenhandel hatte vor allem wegen der Produktionsengpässe und logistischen Schwierigkeiten innerhalb der DDR-Industrie in der Regel keinen zuverlässigen Überblick über die exportfähigen Güter. 

Der Bereich Kommerzielle Koordinierung, kurz (KoKo) genannt, entstand ab 1964 im Ministerium für Außenhandel unter der Leitung von Alexander Schalck-Golodkowski. Die Gewinne von KoKo gingen direkt an die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands oder an das Ministerium für Staatssicherheit. 
Diese Devisen wurden dem eigentlichen Staatshaushalt vorenthalten. 
Die Tätigkeit des Bereichs Kommerzielle Koordinierung unterlag der Geheimhaltung und war in der DDR-Öffentlichkeit bis zum Herbst 1989 praktisch unbekannt geblieben. 

1982 konnte die drohende Zahlungsunfähigkeit der DDR nur dank der finanztechnischen Möglichkeiten des Bereichs Kommerziellen Koordinierung  abgewendet werden.

 

 

Gebührenmarke der Kammer für den Außenhandel 
der Deutschen Demokratischen Republik
  
Beide, die dicke 1,- M, sowie die dünne DM 1,-, und auch noch die 5,- M wurden im Erler nicht gelistet!
Diese Gebührenmarken waren sicher bis zum Zusammenbruch in der DDR völlig unbekannt!!
   
   
  
Berlin 1974
Marke „V“ und „I“
Im Erler Katalog der Stempelmarken von Deutschland Band XII, DDR/SBZ, unbekannt!
   
 
Rückseitig Konsulatsmarken der Arabischen Republik Ägypten
1974, Steuer in Mark = 64,60
   
   
  
Kammer für Außenhandel der DDR, Dresden 12. Sept. 1990
Export von div. Elektrik Material (Starkstromanlagen) über 103 265,00 USD
Das brachte wieder West- Devisen ins Land!
  
Gebührenmarken „V“ und „I“
Was sind „V“ und „I“ ?
die Erste und Fünfte Klasse bzw. Kategorie von Gebührenmarken??
V = 5 Ost- Mark und jeweils I = 1 Ost- Mark?
Im Erler unbekannt!
   
   
Export- Import, Berlin Alexanderplatz, Haus der Elektroindustrie
  
Berlin 20. September 1990, gez. Brade
Verwaltungsgebühr  5,- Ost Mark
   
Marken der Botschaft der Republik Ägypten 1990
   
   
   
Schweriner Kabelwerke GmbH
Schwerin- Sacktannen
Dresden 12 . Sept. 1990
Verkauf von 15 Trommeln (Kabel) Elektrik Material über 807,60 USD
  
Gesehen im Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Deutschen Demokratischen Republik, 
Berlin 1990
  
Auch hier gez. Brade und 5 Mark Verwaltungsgebühr waren fällig!
  
AMBASSADE de la Republique Arabe d` Egypte
A la Republique Democratique Allemande 
- Section Consulaire -
  
  
Original Zertifikat zur Ausfuhr von 1987
  
TRO Transformationen- und Schaltgerätegesellschaft mbH
Aus Berlin…, wohl ein Postfach = 1160
   
Elektrotechnik Export- Import (auch eine Firma der KoKo?)
Unterschriften: Kalbe und Brade!
  
Oben entwertete Steuermarken aus Ägypten


 

Quellen: 

- Wikipedia 
-
Fundus dieser gestempelten Papiere: Gunter Wagner Filderstadt.
Einmal mehr vielen Dank  fürs Aufzeigen!




www.stempelpapier.de