Reedereimarken der Hansestadt Hamburg 

 

Hamburg- Blankenese. Este- Linie  

Auf der Este herrschte einst reger Gütertransport, in Buxtehude waren zahlreiche Industriebetriebe ansässig, die von dort aus ihre Waren verschifften. Insbesondere die Erzeugnisse der Mühlen und Ziegeleien wurden auf dem Wasserwege transportiert, ebenso das Obst der Altländer Bauern. 
Die Stadt Buxtehude gehörte nachweislich seit 1363 zur Hanse, seit dem 17. Jahrhundert betrieben die Reeder an der Este Hochseeschifffahrt. Viele Schiffseigner ankerten ihr Schiff direkt hinter ihrem Wohnhaus an der Este. Auch heute noch haben in Buxtehude und in den Altländer Ortschaften entlang der Este zahlreiche Reedereien ihren Stammsitz, auf der Este selbst wird allerdings kein Güterverkehr mehr durchgeführt.

An der Este gab es früher viele Schiffswerften, von denen heute jedoch nur noch die Sietas-Werft in Hamburg-Neuenfelde existiert. Hier werden überwiegend kleine und mittelgroße Containerschiffe gebaut.

Die erste Fähre zwischen Cranz und dem auf dem anderen Elbseite gelegenen Blankenese wurde im Jahre 1301 erstmals erwähnt, eine Schiffsverbindung von Buxtehude nach Blankenese wurde 1575 eingerichtet, zunächst mit Ewern, ab 1853 mit Dampfschiffen

Markenzeichen der Schiffe waren die gekreuzten Schlüssel am Schornstein, weshalb sie auch die Bezeichnung "Schlüsseldampfer" erhielten. 

Ende des 19. Jahrhunderts schlossen sich die Reeder zusammen; zunächst ohne besondere Bezeichnung, später gaben sie sich den Namen "Hamburg-Blankenese-Este-Linien" (HBEL)

Unterdessen war die Anzahl der Anlegestellen zwischen Buxtehude und Cranz auf 17 angewachsen, darunter allein fünf in Estebrügge. 1902 sank der zu den Este-Linien gehörende Schaufelraddampfer "Primus" und löste eines der schwersten Schiffsunglücke auf der Elbe aus. 

Aufgrund des gesunkenen Fahrgastaufkommens nach Inbetriebnahme der Niederelbebahn und des Postbusdienstes wurden 1915 die regelmäßigen Fahrten auf dem Abschnitt Buxtehude - Cranz eingestellt, nach dem zweiten Weltkrieg jedoch kurzzeitig wieder aufgenommen. 

1963 wurde die HBEL von der HADAG übernommen, die seitdem den Fährverkehr zwischen Cranz und Blankenese betreibt. 

An die Vergangenheit erinnert heute noch das Symbol der gekreuzten Schlüssel auf dem Linienfahrplan.

Neben dem Linienbetrieb wurde die Este auch stets mit Ausflugschiffen befahren. Nach Einstellung der regelmäßigen Fahrten nach Buxtehude wurde seit 1980er Jahren die Möglichkeit von Chartertouren und öffentlichen Ausflugsfahrten am Wochenende wieder angeboten. Die zunehmende Versandung des Flusses erschwerte die Aufrechterhaltung dieser Fahrten jedoch zusehends. 

Nach Ausbaggerung des Buxtehuder Hafenbeckens finden seit 2007 auf Initiative der Stadt wieder öffentliche Barkassenfahrten statt.
 

Am Ende sind dies doch indirekte Steuereinnahmen der Stadt Hamburg?

 

 
 

Marken der Hamburg – Blankenese Este- Linien Reederei

 



100 Mark

 

 



500 Mark Überdruck auf 40 Pfennig

 

 



10 000 Mark Überdruck auf 3 Mark

 
In der Reedereifahne jeweils das Logo, die gekreuzten Schlüssel!

 

 

 


Marke vom Dampfers Estebrügge, der 1905 in Dienst gestellt wurde

 


 

Anmerkung 

Die Konzessionen zur Beförderung von Personen und Handelsgütern auf und über die Elbe mussten bei der Hansestadt Hamburg beantragt werden, und das auf Stempelpapier. Alsokosteten die Konzessionen den Betreibern erst einmal viel Geld, weil sogar die Beförderungstaxen von der Stadt Hamburg vorab diktiert wurden!

Die Reedereien bekamen von der Stadt Hamburg Geld, wenn sie ihre Boote als Feuerlöschfahrzeuge zusätzlich zur Personen- bzw. Warenbeförderung einsetzten!

 
 

 

 

Quellen: 

- Wikipedia, soweit möglich, und 
- Marken wie so meist aus dem Fiskalfundus von Gunter Wagner Filderstadt, 
  ein weiteres Mal vielen Dank fürs Aufzeigen!

www.stempelpapier.de