Auch das gab es längst vor der Briefmarke:
Aufgeklebte Gebührenlabels auf Almanachen in Holland
   
   
   

Almanach von 1808
In Holland wurden die Gebührenstempel / Klebesiegel / Gebührenlabels,  
so auch hier in der Klasse Nr. 7 über 1 ST. (für Stüver), schon längst aufgeklebt

   

Almanach von 1810 mit aufgeklebtem Klein Siegel, einem Gebührenlabel mit der Inschrift: 
„ ZEGEL OP DE OBJECTEN VAN HANDEL EN WEELDE“

Zu sehen ist hier ein aufgeklebter Gebührenzettel von 1806 über 2 ST. für Stüver.
Das Klebesiegel musste nicht nur auf Almanache geklebt werden, 
nein auch auf alle Objekten von Handels- und Luxusgütern 
wie z. B. auf Hüte und Uhrwerke u. v. a. mehr!

Es handelte sich um eine Art Luxussteuer!

 
 
PS: Ein fiskalischer Sammlerfreund aus Holland, Fons Overwater, 
brachte mich auf den Gedanken,  
dass es solche aufgeklebten Gebührenzettel 
dann ja auch in Ostfriesland gegeben haben müsste!  
(Lieber Fons, Dir vielen Dank für die Übermittlung unzähliger Klein Segel- Scans, 
die ich hier öffentlich machen und aufzeigen darf!)
  
Also schon aufgeklebte Gebührenlabels auf Schriftstücken 
in deutschen Landen und das weit, weit vor der Erfindung der Briefmarke
   
Denn diese Gebiete bis zur Weser hin gehörten zu der Zeit zum Königreich Holland 
und ab 1810 zum Kaiserreich Frankreich, welches dann aber das Stempelsteuergesetz 
von Holland noch weiter in Vollzug gehalten haben.
 Und das ist von mir auch schon anhand von Klein Segel 
ab 1806 bis einschließlich 1812 belegt worden!
 Erst danach kam das Pendant zur deutschen Stempelsteuer 
mit dem franz. Enregistrement in Vollzug!




        

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