Wenn die Stadtsäckel leer waren, ganz so wie heute ....
und wo außerdem noch viel gesoffen wurde, 
da gab es auch ne Getränkesteuer, 
und das in Form von zig Steuermarken

 

Rechtliche Regelung
Die Getränkesteuer gehört zu den kommunalen Verbrauchsteuern und wird ausschließlich von den Gemeinden erhoben.
Der Grundgedanke der Getränkesteuer liegt darin, die Steuerkraft abzuschöpfen, die in den Schankbetrieben durch den Getränkeumsatz entsteht.
Rechtsgrundlage für ihre Erhebung sind die Kommunalabgabengesetze der Länder und die jeweiligen Satzungen der Städte und Gemeinden.

Geschichte 
Die Getränkesteuer geht zurück auf Besteuerungsformen im 12. Jahrhundert. Auf der Grundlage des Reichsfinanzausgleichsgesetzes erhielten die Gemeinden 1923 das Recht eine einheitliche Steuer auf alle örtlich verbrauchten Getränke zu erheben, konnte sich aber nicht durchsetzen, so dass 1927 nur noch die Gemeindebiersteuer übrig blieb und auch 1930 im Zuge der Einführung der Biersteuer abgeschafft wurde. In den in der Bundesrepublik Deutschland entstandenen Gemeindeabgabengesetzen wurde die Getränkesteuer in Form der Schankverzehrsteuer eingeführt.
1955 gab es in der Bundesrepublik Deutschland 2.350 Kommunen die eine Getränkesteuer als kommunale Verbrauchssteuer eingeführt hatten.
1984 wurde die Getränkesteuer außer in Hamburg nur noch in 13 Städten in Hessen und Niedersachsen erhoben. Die Steuersätze schwankten dabei von 7,5 Prozent in Braunschweig bis 11 Prozent in Wiesbaden. Während nach der Wiedereinführung der Getränkesteuer in Hamburg Anfang 1984 wieder alle öffentlich ausgeschenkten Getränke mit einer Getränkesteuer in Höhe von 10 Prozent belastet wurden, gab es beispielsweise in den Städten Hildesheim und Wiesbaden eine Befreiung von der Steuer für Bier und in Frankfurt am Main für Apfelwein. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) übte 1984 scharfe Kritik an der Wiedereinführung der Getränkesteuer in Hamburg, da den Gaststätten dadurch Umsatzverluste von bis zu 20 Prozent drohten. Wiederum rechnete Hamburg mit jährlichen Mehreinnahmen von bis zu 36,6 Millionen DM.
In Wiesbaden wurde die Getränkesteuer 1994 und in Hanau und Frankfurt am Main im Jahr 2000 abgeschafft.
Im Jahr 2000 lag das Aufkommen der Getränkesteuer in Deutschland bei insgesamt 6,0 Millionen Euro und war bereits zu dieser Zeit eine Bagatellsteuer.
Im Januar 2010 schaffte Offenbach am Main als letzte Stadt in Deutschland die Getränkesteuer in Höhe von 5 Prozent ab. Die Stadt hatte 1992 die Steuer mit einem Satz von 10 Prozent erst wieder eingeführt.



 

Hier aus der Kreishauptstadt Würzburg
 

Ausgabe 1925? laut Erler Katalog XVIII, Seite 168: 
1 Rpf hellgrün aus rosa, 1 Rpf blaugrün auf rosa, 1 Rpf schwarz auf rosa, 1 Rpf violett auf rosa, 2 Rpf gelbgrün auf hellgrün,
2 Rpf olivgrün auf graugrün, 2 Rpf schwarz auf hellgrün, 2 Rpf violett auf hellgrün, 3 Rpf hellgrün auf grau, 3 Rpf grün auf grau, 3 Rpf rotbraun auf grau, 3 Rpf schwarz auf graublau,
3 Rpf violett auf grau, 5 Rpf graugrün auf rosa, 5 Rpf rotbraun auf rosa, 5 Rpf schwarz auf rosa, 5 Rpf hellviolett auf rosa, 10 Rpf schwarz auf gelb, 20 Rpf schwarz auf orange.

 

 

5 Reichspfennig Getränkesteuer
rotbraun auf rosa, ohne WZ, Perf. 11 ½ 
 

 

 

Quelle: Stempelmarken Fundus Gunter Wagner Filderstadt


        

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