Die Tabaksteuer, eine indirekte Steuer-Einnahme, 
aber auch eine Stempelsteuer -
und natürlich ein weiteres Gebiet für den Steuermarken-Sammler

 

Tabakbesteuerung, nahm mit der Verbreitung des Tabakrauchens, (Tabak-Kauen, „Tabaktrinken“ genannt, Tabak­Schnupfen durch die Hugenotten in Mode gekommen) während des 30jährigen Krieges ihren Anfang. 

Tabakanbau begann in der 1. Hälfte des 17. Jh. 1620 in Straßburg, 1660 imElsaß und 1681 in Brandenburg. 

Weltl. u. geistl. Regierungen belegten das Tabakrauchen mit Strafen: die kurbayer. Mandate von 1652/53 verboten „den Bauers- und anderen gemeinen Leuten das Tabaktrinken“, in Tirol wurde 1658 ein Rauchverbot erlassen, bis die Verbote von der finanzpolitischen Ausnutzung des Tabakverbrauchs für Steuerzwecke abgelöst und der Tabak als eines der steuerfähigsten Verbrauchsgüter erkannt wurde. 

Die Tabaksteuern entstanden aus dem Bestreben, den als Laster angesehenen Tabakgenuss einzudämmen, und erfolgte in der Form des Tabakmonopols (als Regie oder Steuerverpachtung) oder einer Verbrauchsbesteuerung (als - Accise, - Licent, - Impost). 

Da der Tabak mehr ein Luxusartikel ist, hat die Tabaksteuer weder den Charakter einer Kopfsteuer, noch belastet sie die großen Familien (wie z. B. das  Pflichtsalz) stärker als die kleinen. 

In Bayern wurde durch Generalmandat vom 28.]uni 1669 eine ergiebige Rohmaterialsteuer mit zwei Wertabstufungen eingeführt; danach waren „von jedem Zentner Tabak, so viel in Ober- und Niederbayern eingeführt und verzehrt wird, des besseren zehn, des schlechteren fünf Gulden einzufordern.“ 

1675 kam es durch Generalmandat vom 2. Dezember zum «Tabakappalto», zu einer Verpachtung des gesamten Tabak- und Pfeifenhandels an einen Italiener auf 20 Jahre gegen eine bestimmte Jahresleistung. 

Danach (1692-1717) kam der Tabakhandel in staatl. Regie. 

Seit 1717 war der Tabakhandel freigegeben.  

Der dadurch bedingte Ausfall an Steuern wurde durch ein Herdstättengeld, eine Art Familiensteuer, gedeckt, zu dem jeder Hausvater jährlich 12 Kreuzer beizusteuern hatte.

In der ältesten Form der pfälzischen Tabaksteuer heißt es im 4. Kapitel der „Kurfürstlich pfälzischen Licent-Taxe und Consumptions Ordnung“, am 15. Oktober 1699 publiziert: « Wann ein Einwohner oder Untertan Tabak, so im Land auf einem unfreien und schatzbaren Acker gewachsen ist, verkauft, giebt er voll zehen Thalern des Wertes an Impost 1 fl. 30 kr. Von der Konsumption des Tabaks giebt eine jede Person, welche Tabak zu rauchen Concession haben will, gegen Empfang eines Zeichens auf ein Quartal 6 Kreuzer.“

Auch Tabakspfeifen wurden mit einer Auflage belegt (Tabakspfeifen-Licent). 

In der damaligen Zeit waren Accise, Licent u. Impost gleichbedeutende Ausdrücke. 

Im Jahre 1655 führte der Bischof von Münster für sein Land eine Getränkesteuer ein, die, dem damaligen Sprachgebrauch folgend - nach dem man vom Tabaktrinken sprach - den Tabak unter Getränke einreihte.

Aus dem Jahre 1664 ist eine Liste für das Emsland erhalten, nach der für 1 Pfund Tabak 2 Schilling Accise gegeben werden mußten. 

Nach Acciselisten der Stadt Osnabrück war Tabak 1690/1700 wie folgt zu versteuern: «Einfuhr in die Stadt Fein- Tabak das Pfund mit 6 Pfennig, schwarzer schlechter Tabak das Pfund mit 3 Pfennig und Tabakpfeifen mit 3 Schillingen je 1 Thaler Wert … Von allen durchgehenden Waren sonder Unterschied gibt man von 1 Pfund schwar (= 100 Pfund) 1 Schilling 6 Pfennig ... Eine Karre Tabak durchgehend 3 Schilling 6 Pfennig..» 

Die Calenbergische (vom Churfürst von Hannover) «General-Licent- und Consumptionsordnung„ von 1690 (Neufassung 1706) unterwarf dem Licent oder Impost neben Getränken, Spielkarten usw. auch Tabak u. Pfeifen. 

Vorn Licent befreit waren weiterhin die Ritterschaft für den Verbrauch des auf ihren Gütern selbst Erzeugten u. die «Klerisei“.

Im August 1714 verfügte Kürfürst Georg Ludewig (schon als König von England) u. a. die Anhebung der Licentsätze für Branntwein und Tabak. 

Preußen hat im 18.Jh. mehrfache Versuche mit dem Tabakmonopol gemacht. 1719 hat Friedrich Wilhelm I. ein Tabakmonopol begründet, nachdem zuvor die Accise auf Tabak bedeutend erhöht worden war; dann folgte eine Verpachtung, die aber 1724 wieder aufgehoben wurde, worauf es bei der Accise sein Bewenden hatte. 

Das Tabaksmonopol Friedrichs d. Großen durch Gründung der «General-Tabaks- Pachtungs- Gesellschaft von 1765» führte zu keinem Erfolg, so übernahm die  Preussische Regierungsverwaltung unter französischen Regisseuren von 1766 -1786 die gesamte indirekte Steuerverwaltung (Accise u. Zoll) des preussischen Staates. Nach dem Tode des Königs hob Friedrich Wilhelm II. das friderizianische Regal wieder auf, stellte es aber 1797 wieder her. 

Merkantilistische Tendenz zeigt die Steuergesetzgebung in Hessen. Die 1647 anfänglich noch ganz allgemein auf Tabak gesetzte und nach dem Wert berechnete Abgabe von etwa 5 v. H wurde 1687 in eine Gewichtssteuer umgewandelt mit dem Ziel, landeseigene Erzeugnisse und Ausfuhr zu begünstigen, Einfuhren zu belasten. 

Im Herzogtum Braunschweig- Lüneburg wurde 1750 eine fixierte Verbrauchsabgabe mit dem sozial ungerechten aber Ertrag bringenden Tabaksgeld  (Tobaks- Geld) eingeführt, von jeder männlichen Person, gleichgültig ob Raucher oder Nichtraucher, zu zahlen. Dafür wurde ab 1754 der «Tabaks- und Pfeiffen- Impost» aufgehoben.

 

 

Deutsche Tabak-, Zigaretten- bzw. Zigarren – Zigarillo Steuer- Banderolen
    
Steuerbegünstigt
    
   
50 gramm Tabak Feinschnitt Steuerbanderole mit Überdruck: Steuerbegünstigt
   
  
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
    
   
   
   
   
   
   
Zigarren Etikette über 25 Dpf.
   
   
III. Reich.  Tabak Steuer Etikette
   
   
Folgend Tabak Steuermarken  Deutschland für Feinschnitttabake 
1 Kg. zu 50 DM, 1 Kr. zu 55 DM und 1 Kg. zu 60 DM
   
  
   
   
Tabak Steuermarken Deutschland über Zigaretten Preisgruppe B
   
   
Aus 2011, Feinschnitt 40 gramm zu 5,20 Euro
   
   
Tabak Steuermarke Griechenland
   
   
Tabak Steuermarke Tschechische Republik
   
   
1998 Steuermarke des ehemaligen türkischen Monopols TEKEL (Tabak- und Alkoholmonopol)
   
   
Tabak Steuermarken Litauen
   
   
Republik Polen Tabak Steuermarken
    
   
  
Herstellerbanderolen (BAT) und (Reynolds)?
       
      
Tabak Steuermarken Deutschland über 50 und 100 gramm Feinschnitt
   
   
Tabak Steuermarken Deutschland für Feinschnitt zu 4,10 und 4,30 DM
   
   
Tabaksteuermarke Polen
   
   
Tabaksteuermarke Portugal
   
   
Importzigaretten-Steuermarke aus der Ukraine (1997)  
   
   
Tabaksteuermarke Deutschland für Zigaretten
   
   
Tabaksteuermarken aus Luxemburg
Hier für Zigaretten = L und F 39.00 für Franc
   
   
Tabaksteuermarken aus den Niederlanden (einsprachig und niedriger Guldenpreis,
Belgien ist mehrsprachig und hat höheren Francs-Preis)
   
   

Tabaksteuer Labels Frankreich?
01 Vente en France = Verkauf nur in Frankreich 
   
   
(1) LANG ELLIPS = Tabaksteuermarke Frankreich?
   
   
Tabaksteuermarke Ukraine
   
   
Eine Werbemarke für Zigaretten
No. 7 ABDULLA  CIGARETTE SPECIALIST
   
       
Tabaksteuermarke Grossbritannien
O.A.P. Tobacco Duty Relief
   
   
Tabaksteuermarke Grossbritannien 27.1.1958
DUTY RELIEF
   
   
Officials Inspection Label von den Philippinen Islands
   
   
Frankreich. Zigarrenpackungs- Steuerbanderolen um 1870 herum, von 3 – 20 Franc
   
   
Frankreich: 38 Zigarrenbänder um 1870. Von 0,70 – 5 Franc
    
    
FRANCE /Fiscaux  mit  38 Zigarrenbänder um 1870. Von 0,20 bis 1,50 Franc.
Neu & ungebraucht, es ist ein verbliebener Bestand von Staat- Steuerbanderolen,
welch ein Glück für uns Fiskal- Philatelisten, wir können es nun aufzeigen!
   
   
Frankreich: 38 Zigarrenbänder um 1870. Von 0,25 bis 5 Franc
    
    
Frankreich:  Zigarren- Etiketten von Havanna Zigarren um 1860 herum.
Tabak Etiketten Neu & unbenutzt, den verbleibenden Restbestand des Staates.
   
   
   Frankreich. 20 Etiketten von Zigarren um 1890
   
   
Frankreich. 24 Etiketten von Zigarren um 1870
   
   
Zigarren- Etiketten Frankreich
  
   
   
Unbekannte Tabaksteuermarke aus Braunschweig-Lüneburg (Churhannover) ?
S W ?
M für Mark 0,50


 

 
Quellen:
- Wikipedia

-
und Stempelmarken Fundus Gunter Wagner Filderstadt

        

www.stempelpapier.de