Das Stempelpapier aus Französisch Ost Indien 1811 / 
French East India 1811


 

Niederländische Kolonien
Die Niederlande waren besonders im 17. Jahrhundert eine der bedeutendsten Kolonialmächte der Welt. Um 1650 erreichte das niederländische Handelsimperium seinen Höhepunkt, als etwa die Hälfte des Welthandels von den Niederländern umgeschlagen wurde. Diese Epoche wird auch das Goldene Zeitalter der Niederlande genannt.
Der niederländische Kolonialismus und der Aufstieg zu einer Kolonialmacht begannen erst mit den Unabhängigkeitskriegen gegen Spanien, da die Niederlande durch Heiratsverträge an Spanien gefallen waren. Waren die Niederlande zuerst nur an europäischen Handels- und Geldgeschäften interessiert, mussten sie sich Anfang des 17. Jahrhunderts auch global engagieren, da Spanien und Portugal die Häfen für niederländische Schiffe sperrten. Im Gegensatz zu Spanien und Portugal begann die holländische Kolonisation neuer Gebiete mit Einführung von Handelskompanien.
Die größte dieser Gesellschaften war die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC). Diese versuchten durch Handels- und Landpachtverträge mit örtlichen Herrschern einen florierenden Asien-Markt zu eröffnen. Langsam brachten die Gesellschaften riesige Gebiete unter ihren Besitz und bildeten Gewürzmonopole heraus. Der Niedergang der Gesellschaften war auch der Niedergang des holländischen Kolonialreiches in Asien, die meisten Gebiete wurden von den Engländern übernommen - als Grund dafür ist die Korruption der Beamten zu nennen, die wegen kargen Lohns oft in die eigene Tasche wirtschaften mussten.
Die Niederlande verloren ihre kolonialen Ansprüche auf große Teile von Niederländisch-Guayana an die Briten (1815) sowie auf Niederländisch-Indien (1949) und Suriname (1975), als diese Kolonien schließlich ihre Unabhängigkeit erhielten. Heute sind die ehemaligen Niederländischen Antillen als letzte „Kolonie“ des ausgedehnten Handelsreiches aus dem 17. Jahrhunderts übrig geblieben, wobei sich zuerst Aruba 1986 aus dem Verband löste und die Niederländische Antillen am 10. Oktober 2010 aufgelöst wurden.
Die vier gleichberechtigten Königreichsteile des Königreiches der Niederlande sind folglich Aruba, Curaçao, Sint Maarten und das Kernland, die Niederlande. Die drei restlichen „Inselgebiete“ der Niederländischen Antillen, nämlich Bonaire, Saba und Sint Eustatius sind seither besondere Gemeinden der Niederlande ohne einer niederländischen Provinz anzugehören. Sie werden auch BES-Inseln (niederl. BES-Eilanden, ein Akronym) oder Karibische Niederlande (niederl. Caribisch Nederland) genannt.
Die folgende Auflistung enthält neben den (ehemaligen) Kolonien auch befestigte Stützpunkte, Besitzungen, die nur teilweise oder kurzzeitig unter niederländischer Herrschaft waren sowie Einflusssphären, das heißt einheimische Staaten, die mit den Niederländern Handelsverträge abgeschlossen hatten.
 

Indien
In Indien existierten eine ganze Reihe holländischer Kolonien und Stützpunkte.

 
Bengalen
Die Stützpunkte in Bengalen waren Pipely (ab 1635), Hugli-Chunchura (bis 1635), Baleswar (bis 1676) sowie Murshidabad
 

Faktoreien an der Westküste:

Surat (1616-1795)
In der Region Surat (westliches Indien) gab es Faktoreien in Agra (1621-1720), Burhanpur, Ahmadabad (1617-1744), Bharuch und Vengurla (1637-1685).

 
Malabarküste
Die Stützpunkte an der Malabarküste im Südwesten Indiens waren Cranganore oder Cranganor / Kodungallor (1662), Cochin de Cima / Pallipuram (1661), Cochin, Cochin de Baixo or Santa Cruz (1663), Quilon (Coylan) (1661), Cannanore (1663-1790), Kundapura (1667 - ca. 1682), Kayankulam (ca. 1645), Ponnani (ca. 1663) und Travancore.

 

Koromandelküste
Auch an der Koromandelküste in Südost-Indien gab es mehrere Stützpunkte der Niederlande. 
Diese waren Hyderabad (1662 Handelsstützpunkt der VOC, 1664–1733 eigenständiges Kontor), Bimilipatnam (1687-1795 / 1818-1825), Jaggernaikpoeram / Kakinada (1734–1795 / 1818-1825), Daatzeram / Drakshawarama (1633-1730), Nagelwanze (1669-1687), Palikol (1613-1781 / 1785-1795 / 1818-1825), Masulipatnam (1605-1756), Petapoeli / Nizampatnam (1606-1668), Paliacatta / Pulicat (1610-1781 / 1785-1795 / 1805-1825), Sadras (1654-1757 / 1785-1795 / 1818-1825), Tierepopelier / Thiruppapuliyur (1608-1625), Tegenapatnam (1647-1758), Porto Novo (Parangippettai) (1608-1825), Negapatnam (1658-1781) und Tuticorin / Tutucorim (1658–1825).

 

  

 

Die Karte zeigt alle Gebiete, die jemals zum niederländischen Kolonialreich gehörten (dunkelgrün die Besitzungen der Niederländischen Westindien-Kompanie, 
hellgrün die Besitzungen der Niederländischen Ostindien-Kompanie

  

Südostasien
In Südostasien herrschten die Niederlande über das heutige Indonesien. 
 

Die Kolonie hatte den Namen Niederländisch- Ost- Indien.
In ihr wurde 1602-1949 Handel im ganzen südostasiatischen Raum geführt.
1799 übernahm der niederländische Staat die Besitzungen der VOC.
Als Indonesien ist der Archipel seit 1945/49 unabhängig.
Allerdings bildeten auch nach der Anerkennung der Unabhängigkeit die Niederlande und Indonesien noch bis 1954 eine Personalunion und erst 1956 kündigte Indonesien die Union mit den Niederlanden endgültig
 

Niederländisch-Neuguinea, der Westteil der Insel, war 1828/1895-1961 eine niederländische Kolonie und ist heute Teil Indonesiens. 


Die Gewürzinseln (Molukken) wurden 1663 niederländisch und blieben dies mit Unterbrechungen (1796-1802 und 1806-1816 britisch) bis zur indonesischen Unabhängigkeit.
 

Die Region Malakka (1644-1824) wurde mit den Briten gegen Gebiete auf Sumatra getauscht.

 

Surabaya ist die Hauptstadt der Provinz Jawa Timur (Ostjava) in Indonesien. Sie liegt auf der Nordostspitze der indonesischen Hauptinsel Java, an der Mündung des Flusses Mas. Nach Jakarta ist Surabaya die zweitgrößte Stadt Indonesiens. Die Hafenstadt verfügt über große Werftanlagen und zahlreiche spezialisierte Schulen im Bereich nautischer Ausbildung. Sie ist auch Basis der indonesischen Marine. Hauptexportprodukte sind Zucker, Tabak und Kaffee. In dieser großen und dynamischen Stadt bestimmen viele verschiedene Volksgruppen das Bild des alltäglichen Lebens. Obwohl die Javaner vorherrschend sind, leben in Surabaya viele Maduresen, Tionghoa-Chinesen und Araber. In Surabaya gibt es seit dem frühen 20. Jahrhundert eine jüdische Gemeinde, die die einzige Synagoge in Indonesien betreibt.

 

Geschichte
Obwohl die zweitgrößte Stadt Indonesiens (rd. 2.6 Mio. Einwohner), liegt geschichtlich noch vieles im Dunklen. Im Jahre 1975 legte der damalige Bürgermeister der Stadt, Suparno, den 31. Mai 1293 als den offiziellen Gründungstag der Stadt fest, der seitdem auch regelmäßig begangen wird.
Eine verlässliche Geschichtsschreibung für Surabaya gibt es erst seit der Machtübernahme durch die Niederländische Ostindien-Kompanie (VOC). Diese kam am 11. November 1743 durch einen Vertrag zwischen dem Sultan von Mataram, Paku Buwono II, und der VOC zustande.
Bis zum Jahre 1900 ging die Entwicklung Surabayas nur sehr schleppend voran. Die Holländer zeigten wenig Interesse, die Stadt zu entwickeln. So hatte Surabaya nur den Rang einer Residenzstadt. Das Regierungsgebäude, die Residenz, befand sich auf der Westseite der berühmten „Roten Brücke“ (Jembatan Merah). Diese Brücke teilte damals die westliche (europäische) Bevölkerung Surabayas (holl. Europeesche Wijk) von den Malaien, Chinesen und Arabern (holl. Vremde Oosterlingen), die auf der Ostseite der Brücke leben mussten. Eigentlich beschränkte sich das damalige Stadtzentrum von Surabaya nur auf das Gebiet um die „Rote Brücke“.
Als die Stadt im Jahr 1905 zur Gemeinde (holl. Gemeente) erklärt wurde, setzte langsam eine Entwicklung in Richtung Süden ein. In der relativ kurzen Zeit bis 1920 entstanden die Stadtteile Darmo, Gubeng, Sawahan und Ketabang. Nachdem im Jahr 1926 Surabaya zur Hauptstadt der Provinz Ostjava wurde, entwickelte die Stadt sich zu einer modernen Großstadt. 
Von 1942 bis 1945 stand Surabaya unter japanischer Herrschaft. Während dieser drei Jahre Besatzungszeit kam die Entwicklung der Stadt völlig zum Erliegen. 
Im Jahre 1945 erhielt Surabaya den Beinamen „Heldenstadt“. Dies ist eine Anerkennung für den heldenhaften und zähen Kampf der Einwohner dieser Stadt gegen gleich drei Besatzungsmächte (Holländer, Japaner und Engländer). Dieser Kampf kostete unzählige Opfer, führte aber letztendlich zur Befreiung Indonesiens von jahrhundertlanger Fremdherrschaft. Im damaligen Oranje-Hotel (heute: Hotel Majapahit), wurde 1945 zum ersten Mal die indonesische Nationalflagge gehisst. Wenig später, am 17. August 1945, erklärte ganz Indonesien seine Unabhängigkeit. 
 

 

This is a HISTORICAL OLD DOCUMENT, was made by a Notary in Sourabaia, East Java
This document is dated in 1811, during the period when the French occupied Netherlands.
A CIRCULAR STAMP OF REVENUE WITH NOMINAL 6 STUIVER ABOVE "ORNATE “LN" (LOUIS NAPOLEON).
Measures of paper approx. : 30.50 cm x 40.00 cm (12.00" x 16.00")
THE RAREST OLD DOCUMENT WITH REVENUE 6 ST LN, FROM THE FRENCH EAST INDIES!
  
Surabaya den 17. Augustus 1811
  
  
Aufgeklebte Steuermarke mit .6. St. für den holländischen Stuiver
und mit den Initialien „LN“ für (L)ouis (N)apoleon
Eine Handschriftliche Namensentwertung war schon lange,
nämlich seit 1624 gesetzlich vorgeschrieben!
  
Die aufgeklebte Steuermarke wurde noch zusätzlich mit einem Petschaft von Wachs 
auf dem Schriftstück versiegelt!
Buchstaben Kürzel im Petschaft  = LN ?
   
Petschaft mit dem Franz. Kaiseradler und mit der Umschrift:
LANDDROSTOVERJAVASOOSTHOEK
(Landdrost over Javas Oost Hoek)
 Gegengezeichnet:
Tenordoum vanden Landdrost
van Javas ooesthoek
JanKnouts ?
   
Ein jap. Vermerk rückseitig?

 


 

Quellen: 
- Wikipedia 
- das Dokument hat mir freundlicherweise Dr. Fons Overwater zur Verfügung gestellt. 

Dir einmal mehr vielen Dank, Fons, für das Aufzeigen Deiner wirklichen Philatelistischen Raritäten!



        

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