Der Stempelpapier- Impost der Niederländischen Antillen  

Dieser Fund ist noch längst nicht das Ende der gesamten Stempelmarken- Kunde für die Niederlande. Welches Forschungs- Potential liegt da noch brach, trotz einschlägiger niederländischer Literatur!

Aber überall, wo ich hinschaue, ist der Fokus auf Stempelmarken gerichtet, das scheint das Gebot der Stunde in der philatelistischen Sammelei, vielleicht und gerade deshalb, weil die  ja auch Zähne haben.
Aber das eigentliche Ziel: „Zurück zu den Wurzeln / back to the roots“ haben damit die meisten Zackensammler weit verfehlt. Denn wer nicht weiß, wo philatelistisch die Wurzeln liegen, der tappt nach wie vor ziemlich ahnungslos im Dunkeln!

Hier nun die Niederländischen Antillen, die waren ein niederländisches Überseegebiet, das geografisch zur Inselgruppe der Kleinen Antillen in der Karibik gehörte. Bis zu ihrer Auflösung am 10. Oktober 2010 bildeten sie ein Land innerhalb des Königreiches der Niederlande, neben den (europäischen) Niederlanden und Aruba.
    
Nach der Neuordnung der politischen Situation sind Curaçao und St. Maarten autonome Länder innerhalb des Königreichs der Niederlande, vergleichbar mit Aruba. Die Inseln Bonaire, Saba und St. Eustatius sind Besondere Gemeinden der Niederlande, gehören jedoch keiner Provinz an.
    
Die Niederländischen Antillen umfassten sechs, ab 1986 fünf bewohnte Karibik-Inseln sowie einige kleinere, unbewohnte Inseln, mit einer Gesamtfläche von 800 km²:
  
Teile der Inseln unter dem Winde:
Aruba (bis 1985)
Curaçao (nebst Klein Curaçao)
Bonaire (nebst Klein Bonaire)
   
Teile der Inseln über dem Winde:
Saba
Sint Eustatius (lokaler Name: Statia)
Sint Maarten (Nur der Südteil. Der Nordteil heißt Saint-Martin und ist ein französisches COM; vgl. Liste geteilter Inseln)
   
   
    
    
Neuere Geschichte
Die Verwaltung der Niederländischen Antillen bestand aus einer Regierung und den Staten, dem Parlament. Der Gouverneur vertrat das Staatsoberhaupt des Königreiches, Königin Beatrix, und war formell Regierungsleiter. Die politische Verantwortlichkeit lag aber bei dem Ministerpräsidenten und den Ministern. Die letzte Ministerpräsidentin war Emily de Jongh-Elhage. Die Staten der Niederländischen Antillen zählten 22 Sitze, nach einer festen Formel über den Inseln verteilt: 14 für Curaçao, 3 für Sint Maarten, 3 für Bonaire, 1 Sitz für Sint Eustatius sowie 1 für Saba. Regierungskoalitionen bildeten sich in der Regel aus den Parteien der verschiedenen Inseln.
Die Niederländischen Antillen waren nicht Teil der Europäischen Union, sondern hatten eine bevorzugte Beziehung unter dem Status von Überseeischen Ländern und Hoheitsgebieten.
Seit Anfang 2006 waren die Inseln Grund für außenpolitische Differenzen zwischen Venezuela und dem Königreich der Niederlande.
Der venezolanische Präsident Hugo Chávez behauptete, die Niederlande würden den USA die Errichtung von Militärbasen erlauben, die für eine geplante Invasion Venezuelas genutzt werden sollten und am 23. Mai 2006 begann ein internationales Militärmanöver (Joint Caribbean Lion 2006) unter Beteiligung der US-Navy.
     
    
Die Niederländische Kolonie Sint Maarten
St. Martin Klein Zegel
handschriftlich entwertet met 1864 und Twintig Centen. =  20 Cents
        
        
Wie immer, wo es die Fiskalphilatelie der Niederlande und insbesondere " Klein Siegel" anbelangt, 
ist der Stempelpapier- Fundus von Dr. Fons Overwaters das Maß aller Dinge.
             
             
             
             
Anmerkungen in eigener Sache:
Nur wird heute in den inländischen und nun auch in ausländischen Revenue- Societys nur noch über Marken mit Zacken schwadroniert, und so können diese vormals postalischen Philatelisten, heute nennen sie sich auch Revenuer, über Marken jedweder Art, die zudem ja auch Zacken haben, palavern, weils sich ja alles so nahtlos an die Briefmarken- Sammelei anknüpfen läßt.
Dabei merken die aber heute immer noch nicht, wie sie alle Ihren Fiskal- Esel geschichtsmäßig von hinten aufzäumen! 
Denen täte es gut, sich mal ernsthaft Gedanken über den Ursprung aller Gebührenmarken und damit dem Ursprung allen Fiskal-Philatelistischen Sammelns zu machen.
Dazu wäre es aber notwendig, sich überhaupt mit diesen ersten Sammlern und den ersten Gebührenmarken der ganzen Welt geschichtlich auseinanderzusetzen und sich in diese andere, aber nicht weniger geschichtsträchtige philatelistische Materie einzulesen.
Mir drängt sich der Eindruck auf, es geschieht heute alles nach dem Motto: „Wenn ich meinen Senf bei den Briefmarken verbreiten kann, dann kann ich es erst recht bei den Fiskalmarken“! - Da kann ich nur sagen: „Prost Mahlzeit“!
Auch aus diesen internationalen Societys könnte ich heute getrost austreten, erzählen die mir heute nur längst Altbekanntes, und die wahre Geschichte der Fiskal- Philatelie wird fast zu 100 % ausgeklammert, es sei denn solche Leute wie ich oder Fons stoßen die Macher solcher Rundbriefe immer wieder auf diesen einseitigen Missstand hin.
Und wenn ich nur noch Fiskalmarken/Revenues in diesen Rundbriefen vorfinde, dann wird dieser Mißstand gerade noch verschärft!
Aber was töne ich ? Das ist ja für die Ausland Revenues alles schon hinreichend bekannt!
Für solche Mitgliedbeiträge sollte ich mir vielleicht besser ein weiteres Stempelpapier für meine Sammlung kaufen, davon hätte ich dann mehr.
Andererseits ist ja aber jede Unterstützung unseres Sammelgebietes, der Fiskal Philatelie, enorm wichtig, denn ansonsten verschwindet es wieder in die Versenkung, wie schon einmal zuvor in den deutschsprachigen Landen. 
So verbleibe ich eben weiterhin Mitglied in den europäischen revenue societys, trotz Zähneknirschens!
Obwohl vom Wissenfundus her dort anscheinend nur noch abgestandener Kaffee zu bekommen ist!


 

        

www.stempelpapier.de