Mongolia Revenues

 


Vorgeschichte und Altertum


Vor 500.000 Jahren war das Territorium der heutigen Mongolei von den frühesten Vorfahren der Menschen besiedelt. Dies belegen Funde von primitiven Werkzeugen aus Stein. Damals war das Klima milder als heute. Die Berge waren mit Laub- und Nadelwäldern bedeckt. Auf den saftigen Wiesen lebten Antilopen und Mammuts.

Vor 40.000-50.000 Jahren kühlte das Klima ab, Gletscher bedeckten die Berge. Die Bewohner der heutigen Mongolei verfügten damals bereits über Messer, Pfeilspitzen und Schaber aus Stein. Wahrscheinlich wussten sie, wie man Feuer macht, sie hatten Behausungen und Kleidung. Aus der späteren Steinzeit, also von vor 40.000 bis 12.000 Jahren, stammen Höhlenmalereien in der Provinz Chowd. Das Land war damals von Mammuts, Nashörnern, Hirschen, Bisons, Eseln und Antilopen besiedelt. Im Mesolithikum, etwa vor 12.000-7000 Jahren, begann man, Pfeil und Bogen zu benutzen und Haustiere zu halten. Es wird auch vermutet, dass Menschen der Region über die damals existierende Landbrücke in die Beringstraße nach Nordamerika wanderten.

Die ersten schriftlichen Belege aus chinesischen Chroniken stammen aus den Jahren 5000 v. Chr. Sie bezeugen die Feindschaft zwischen den zwei Völkern und beschreiben die Mongolen wie Wölfe und Barbaren, deren einziges Ziel es war, chinesische Vorräte zu rauben. Man darf davon ausgehen, dass die Vorgänger der Mongolen damals eine primitive Form von Landwirtschaft betrieben, und dass es Handelsbeziehungen mit anderen Völkern gab, da Geschirr aus Nephrit gefunden wurde, wofür das Rohmaterial im weiteren Umkreis der Fundstätte nicht zu finden ist.

In der Bronzezeit, etwa 2500 v. Chr. bis 1000 v. Chr., entwickelte sich die Kultur der Region aufgrund der zahlreich vorhandenen Lagerstätten an Kupfer in der Mongolei schnell. Zur gleichen Zeit kühlte das Klima jedoch weiter ab, so dass es zu kalt wurde, um Ackerbau zu betreiben, wodurch die Menschen hier endgültig zu viehzüchtenden Nomaden wurden. Kunstgegenstände, die aus dieser Zeit stammten, belegen, dass Pferde, Ziegen und Schafe in der Gesellschaft bereits damals eine große Rolle spielten.

Im dritten Jahrhundert v. Chr. fiel der Stamm Xiongnu in den südlich gelegenen chinesischen Staaten ein. Sie wurden erfolgreich zurückgeschlagen, und als Antwort auf die häufigen mongolischen Einfälle begann Kaiser Qin Shihuangdi mit dem Bau der Großen Mauer, indem er bereits vorhandene Befestigungsmauern verband und ausbaute. Die Völker aus der Steppe, wie die Xianbei, die Tuoba und die Rouran, überwanden die Mauer jedoch wiederholt und plünderten die chinesischen Gebiete, zeitweise errichteten sie sogar ihre eigenen Reiche und akkulturierten sich. Im 8. Jahrhundert übernahmen Turkvölker, vor allem die Uiguren die Vormachtstellung, im 10. Jahrhundert gründeten die Kitan die Liao-Dynastie, die bis 1125 überdauerte. 

Der Name Mongolen dürfte während der Tang-Dynastie (7. bis 10. Jahrhundert) aufgekommen sein.

Das mongolische Großreich

Im 12. Jahrhundert gelang es dem Sohn des Clanchefs der Kijat, Temudschin, die zahlreichen untereinander zerstrittenen mongolischen Stämme zu vereinigen, und aus ihnen einen Staat zu formen, der es mit seinen mächtigen Nachbarn aufnehmen konnte. Temudschin, der seinen Vater schon in seiner frühen Kindheit verlor, wurde mit seiner Familie von seinem Clan in der Steppe ausgesetzt. Nachdem er seinen älteren Bruder getötet hatte, wurde er zum Führer seiner Familie, die Verbindungen mit anderen jungen Männern und Clans einging und schwang sich durch Geschick, Großzügigkeit und Gewalt zum Führer aller Mongolen auf. Um das Jahr 1206 wurde er unter dem Titel Dschingis Khan als Führer aller Mongolen anerkannt. Er stellte eine mächtige Armee auf, zu der mit wenigen Ausnahmen alle Männer zwischen 15 und 70 Jahren verpflichtet wurden, wobei er darauf bedacht war, in allen Gruppen Männer von verschiedenen Stämmen zusammenzufassen. Neu war auch eine streng hierarchische Organisation der Armee und die Spezialisierung der Soldaten. Um seine militärische Organisation zu unterstützen, führte er Neuerungen wie eine Volkszählung, ein Kommunikationssystem mit Fahnen und eine berittene Post ein. 

In der Folge eroberte das Heer der Mongolen das Reich Xixia der Tanguten, das Reich der Jurchen im heutigen Nord- und Nordostchina und die reichen muslimischen Königreiche im heutigen Kasachstan, Usbekistan, Iran, Afghanistan und der Türkei; kleine Reiche unterwarfen sich ihm als Vasallen. Es wird geschätzt, dass bei den gewaltsamen Einfällen des mongolischen Heeres etwa 30 % der Bevölkerung ums Leben kam. Dschingis Khan legte Wert darauf, dass bei den Massakern Künstler, Architekten und Verwalter verschont wurden, weil er diese für den Aufbau seines eigenen Reiches benötigte. In der heutigen Zentralmongolei entstand die Hauptstadt Karakorum. Sie lag an der Kreuzung zweier wichtiger Handelsrouten; die Mongolen ermutigten Menschen aus anderen Teilen Asiens, sich in Karakorum anzusiedeln. Die Bewohner hatten Religionsfreiheit, in der Stadt entstanden Moscheen, Kirchen und buddhistische Tempel. 

Das von Dschingis Khan erlassene Gesetzbuch Jassa beinhaltete traditionelle mongolische Gesetze, wurde jedoch um neue Gesetze, die die Erweiterung des mongolischen Reiches verlangte, ergänzt. Die Gesetze sahen Strafen für Lügner vor, verlangten die Rückgabe von verlorenem Eigentum, beschränkten den Alkoholgenuss und errichteten ein soziales Sicherheitsnetz für die Hinterbliebenen von getöteten mongolischen Kriegern.

Als Dschingis Khan 1227 starb, wurden alle Lebewesen in seiner Umgebung, inklusive 2000 Menschen, die am Begräbnis teilgenommen hatten, getötet. Nach mongolischer Tradition wurde der Ort der Grabstätte geheim gehalten, und bis heute wurde das Grab von Dschingis Khan nicht gefunden. 

Vor seinem Tod hatte Dschingis Khan sein Reich bereits in vier Khanate aufgeteilt. Sein Sohn Tschagatai bekam die Herrschaft über den südwestlichen Teil des Reiches, wozu Afghanistan, Turkestan und Zentralsibirien gehörten. Sein Enkel Batu bekam die Macht über Zentralasien und gründete dort die Goldene Horde. Pol Uri bekam die Macht über die Mongolei, und Ögedei wurde mit der Herrschaft über China und Ostasien betraut. Ögedei Khan gelang es, das Reich weiter auszubauen und sein Territorium südlich und westlich zu erweitern. Als Ögedei 12 Jahre später starb, standen seine Armeen in Südchina und vor den Toren Wiens. Sein Nachfolger Möngke eroberte den größten Teil Südchinas und den Nordteil des heutigen Vietnam. 1261 wurde Kublai sein Nachfolger. Kublai war nicht nur ein talentierter Heerführer, sondern auch ein weitsichtiger Herrscher. Er förderte Handel und Seefahrt, die Wissenschaften und führte Verbesserungen in der chinesischen Landwirtschaft ein. Unter seiner Herrschaft wurde die mongolische Schrift entwickelt, und 1280 verlegte er seinen Wintersitz nach Dadu, das heutige Peking, wo er die Yuan-Dynastie gründete. Obwohl die Eroberung Japans zweimal fehlschlug, erreichte das Mongolische Weltreich unter Kublai Khan seinen Höhepunkt der Machtentfaltung. Die Thronfolge blieb jedoch nach dem Tod eines jeden Herrschers unklar, die Kämpfe um die Macht schadeten der territorialen Integrität des Reiches. 

Nach dem Tode Kublai Khans konnten die Mongolen ihre Macht nicht halten. Bereits 1368 verloren sie die Herrschaft über China, wo sich die Ming-Dynastie etablierte. Mit dem Zusammenbruch der Herrschaft über China brach auch das Herrschaftssystem über die Mongolei zusammen. Es entstanden viele Territorien, die von früheren Heerführern regiert wurden, ohne durch eine Zentralgewalt kontrolliert zu werden. Die zahlreichen Soldaten wurden wieder zu nomadischen Viehzüchtern.


15. bis 20. Jahrhundert

Wie vor der Zeit Dschingis Khans griffen die mongolischen Stämme wiederholt das chinesische Kaiserreich an, was die Herrscher der Ming-Dynastie bewog, die chinesische Mauer weiter auszubauen und zu verstärken. Auch begannen zahlreiche, durch China angestachelte Kämpfe der mongolischen Stämme untereinander. Im Ergebnis eines langen Krieges zwischen den beiden bedeutendsten mongolischen Stämmen, den Oiraten und den Chalcha, wurden die Oiraten aus der heutigen Mongolei vertrieben. 
In der Herrschaftszeit von Altan Khan begann der tibetische Buddhismus, zur Staatsreligion der Mongolen zu werden. Davor war der Buddhismus noch eine von mehreren Religionen gewesen, die in seinem Reich praktiziert wurden. Gleichzeitig stiegen östlich der heutigen Mongolei die Mandschu zur dominierenden Macht auf. 1634 besiegten sie Ligdan Khan, ab 1644 wurde die mandschurische Qing-Dynastie gegründet, in deren Regierung auch zahlreiche mongolische Beamte tätig waren. Es wurden effizientere Waffen eingeführt, gegen die die berittenen Mongolen mit Pfeil und Bogen nicht ankämpfen konnten. Die nomadische mongolische Gesellschaft war jedoch nicht darauf eingerichtet, solche Waffen selbst herzustellen. Die Grenzen des mongolischen Reiches begannen somit, enger zu werden. Der südliche Teil der Mongolei wurde zur Besiedelung durch Han-Chinesen freigegeben und gehört bis heute als Innere Mongolei zur Volksrepublik China. Im Norden wurde die Mongolei Teil des Einflussgebiet des russischen Zarenreiches. Das mongolische Territorium wurde in Banner unterteilt, deren Vorsteher von den Qing eingesetzt wurden. So wurden die traditionellen Machtverhältnisse zerstört; auch der Buddhismus wurde durch mehrere Maßnahmen der Kontrolle durch die Qing unterworfen. 

Der Buddhismus führte auch zum Entstehen von festen Ansiedelungen um buddhistische Klöster. Der Buddhismus wurde zu einer der einflussreichsten Kräfte in der Mongolei, zahlreiche Klöster entstanden, viele junge Männer traten in die Klöster ein, um dem Militärdienst zu entgehen und die Einnahmen der Klöster waren in etwa gleich hoch wie jene des mongolischen Staates.



Kommunistische Herrschaft

Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts blieb es in der Mongolei relativ friedlich und stabil. Es war eine verarmte, zurückgebliebene, von Krankheit und Unbildung gezeichnete Provinz mit weniger als einer Million Einwohnern, die größtenteils schwer bei chinesischen Händlern verschuldet waren. Im Jahre 1911 brach die Qing-Dynastie in China in sich zusammen. Die Mongolei nutzte diese Gelegenheit, um sich mit russischer Unterstützung für unabhängig zu erklären. Im Jahre 1915 unterzeichnete die Mongolei mit China den Vertrag von Kjachta, der China offiziell die Kontrolle über die Innere Mongolei gab, wohingegen die äußere Mongolei formal selbstständig wurde.

Nach der Oktoberrevolution in Russland nahm China die Gelegenheit wahr, die Mongolei erneut zu besetzen, die 1919 kapitulieren musste. Die Chinesen wurden jedoch bereits 1920 durch Baron Robert von Ungern-Sternberg wieder vertrieben. Ungern-Sternberg erlaubte nach der erfolgreichen Bekämpfung der Chinesen seinen Truppen, die bedeutendste Stadt der Mongolei, Urga, zu plündern. 
Zwei mongolische Führer, Süchbaatar und Tschoibalsan, verbündeten sich hierauf mit sowjetischen Truppen, um Ungern-Sternberg zu bekämpfen. 
Am 11. Juli 1921 verkündete die Mongolei erneut ihre Unabhängigkeit, Ungern-Sternberg wurde im Herbst desselben Jahres hingerichtet. 
Im Jahre 1923 starb Süchbaatar in sehr jungen Jahren. Die Regierungszeit von Bogd Khan, der gleichzeitig der religiöse Führer des Buddhismus in der Mongolei war, blieb von kurzer Dauer. Am 25. November 1924 verabschiedete die Mongolei eine Verfassung nach dem Vorbild der Sowjetunion und wurde damit zum zweiten kommunistischen Staat der Welt.

Die weiterhin nomadisch lebenden Bewohner der Mongolei setzten der neuen kommunistischen Führung des Staates keinen Widerstand entgegen. Aufgrund der fast nicht vorhandenen Organisationsstrukturen des Landes und der niedrigen Bevölkerungsdichte brauchte der Kommunismus eine lange Zeit, um sich in der Mongolei durchzusetzen. In der Folge wurde allen Einwohnern des Landes über 18 Jahren das Wahlrecht verliehen. Nur Händler, Geldverleiher, frühere Adelige und Mönche wurden davon ausgeschlossen. Die Führung des Einparteienstaates wurde von der Mongolischen Revolutionären Volkspartei übernommen. 
Die dem Obersten Sowjet entsprechende gesetzgebenden Kraft der Mongolei war nun der Große Staats-Chural. Dieser wählte den Kleinen Staats-Chural. Der kleine Chural wählte ein Präsidium und einen Ministerrat, die Exekutive, der 12 Mitglieder hatte. Der Große Volks-Chural trat nur zweimal im Jahr zusammen. In der Zwischenzeit konnte das Präsidium Dekrete verabschieden und Kabinettsmitglieder entlassen und ernennen. Seine Entscheidungen mussten nachträglich vom Plenum bestätigt werden. Weiterhin ernannte der große Chural die Mitglieder des Obersten Gerichtes. 

Mit der Verfassung von 1924 wurden Land, Weiden, Wasser und Bodenschätze verstaatlicht. 
Alle Schulden gegenüber ausländischen Händlern (besonders Chinesen) wurden annulliert und das private Geldverleihsystem wurde abgeschafft. Der Staat übernahm ein Monopol im Außenhandel und die wirtschaftliche Macht der Klöster wurde gebrochen. Im Jahre 1924 wurde die erste mongolische Währung, der Tögrög, eingeführt. Die erste staatliche Bank war die Mongolbank. Gleichzeitig wurden mit den ersten industriellen Aktivitäten, wie dem Bergbau oder die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, begonnen. Im Jahre 1931 wurde das Eigentum von mehr als einem Drittel der Haushalte konfisziert und neu verteilt. Als Reaktion darauf schlachteten die betroffenen Familien 7 Millionen Tiere. Dies und das Faktum, dass die neu gegründeten Kooperativen nicht wie gewünscht funktionierten, führten 1931/32 zu einer Hungersnot und einer Rebellion. Ein Bürgerkrieg konnte nur mit Mühe vermieden werden. Die Änderungen im Wirtschaftssystem wurden von nun ab langsamer durchgeführt. 

Auf der politischen Bühne griffen, parallel zu ähnlichen Ereignissen in der Sowjetunion, politische Säuberungen um sich, zu deren Opfern Bogd Khan, Chakdorjab, Togotkho, Puntsuk Dorji oder Dindub gehörten. 1924 wurde Danzan, der Vize-Premier und Kriegsminister sowie Oberkommandierender der Armee, erschossen. 1937 wurde Genden, der als Premierminister für die Politik der schrittweisen Umsetzung der kommunistischen Politik verantwortlich war, hingerichtet. Sein Rivale, Tschoibalsan, war nun gleichzeitig Premier- und Kriegsminister. Seine stalinistische Politik bekämpfte die Religion, zwang Mönche in Fabriken oder die Armee; Klöster wurden zerstört, Statuen aus Gold und Silber wurden in die Sowjetunion verbracht und dort eingeschmolzen. In den späten dreißiger Jahren wurden die Mongolei und die Sowjetunion durch die expansive Politik Japans bedroht. Sowjetische und mongolische Truppen marschierten an der Grenze zur Mandschurei auf, wo im Jahre 1939 ein japanischer Angriff erfolgreich zurückgeschlagen wurde. Im Zweiten Weltkrieg unterstützte die Mongolei die Sowjetunion mit der Lieferung von Vieh und Kleidung. 

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg, im Jahre 1952, starb Tschoibalsan, und sein Nachfolger wurde Tsedenbal. Im Vergleich zu Tschoibalsan, in dessen Regierungszeit zahlreiche Gewalttaten fallen, war Tsedenbal gemäßigt. Er führte die Politik von Kollektivierung und Industrialisierung friedlich fort. Im Jahre 1958 gehörten fast alle nomadisch lebenden Haushalte einer Kooperative, Negdel genannt, an. Neben der Entwicklung der Landwirtschaft entstanden einige Industriezentren, wo Bergbau und die Verarbeitung von Wolle, Fleisch und Holz betrieben wurden. Tsedenbal wurde 1984 abgesetzt; unter Nachfolger Dschambyn Batmönch bekam die Mongolei zunehmend Handlungsspielraum, was durch die Politik von Gorbatschow in der Sowjetunion ermöglicht wurde.



Demokratisierung

Ab 1988 formierte sich in der Mongolei eine Opposition aus verschiedensten Kräften, die ein Mehrparteiensystem und Wirtschaftsreformen forderte und auch von Ressentiments gegenüber in der Mongolei lebenden Russen profitierte. Nach machtvollen Protesten im Dezember 1989 trat die Regierung zurück; die Wahlen von Juli 1990 gewann die Mongolische Revolutionäre Volkspartei jedoch überlegen. 
Der Übergang in ein marktwirtschaftliches Wirtschaftssystem war für viele Mongolen hart; in den frühen 1990er Jahren herrschten Inflation und Knappheit. Trotz Vorwürfen von Korruption und Vetternwirtschaft gilt die Mongolei heute als eine der stabileren Demokratien des früheren Ostblocks.

 
  

Mongolia Revenues 

Die Stempelmarken der sowjetischen Mongolische Republik waren wohl vorbereitet, wurden aber am Ende doch nicht eingeführt, sondern kamen erst als Folge eines Mangels an Briefmarken in Ulan Bator im Jahr 1926  in Verwendung; jedoch wurden die meisten dieser gedruckten Stempelmarken aber für die Verwendung als Porto bei der Post überdruckt.

Eine große Philatelie- Nachfrage hatte dazu geführt, dass ein Großteil der Revenue- Marken in die Hände von Sammlern kamen, und es ist davon auszugehen, daß diese auch wirklich für die Verwendung als Portoersatz überdruckt worden waren.  Da aber schon damals die Nachfrage das Angebot weit überstieg, - nur die mit den Torgel- Aufdrucken waren echte Revenues -  kamen immer mehr Fälschungen auf den Markt. Die falschen Überdrucke Torgeln sind klarer und härter im Druck als der Originalüberdruck bei den Revenues.

1924. Verschiedene Bilder rund um das Soyumbo Symbol des Yin-Yang (Balance und die Ewigkeit).
1c ist in zwei Typen: Typ I: Punkt des Dreiecks Überschneidungen der Dreieckes unten, Typ II: Dreieck berührt gerade noch leicht das Rechteck.
Papier ist von weiß bis grau und von mittel bis sehr dick. Perf 11.

l. 1c blau Typ I ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... .. 20,00
la. Typ II ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... 30,00
2. 2c buff ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... 20,00
3. 5c lila ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... 15,00
4. 10c grün ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... .. 15,00
5. 20c braun ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... .... 20,00
6. 50c braun & olive-gelb ... ... ... ... ... ... ... ... .... 100,00
7. 1 $ braun & Lachs ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... 250,00
7a. vertikalen Bütten ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... .... 275,00
8. $ 5 Scharlach und gelboliv ... ... ... ... ... ... ... ... ... .. 350,00
9. $ 25 Sepia, pink & blassgrün ........................... 1500,00
(Es wird von sieben Exemplare der Nr. 9 berichtet.)

 PS: Es gibt auch einige dieser Stempelmarken mit Porto Aufdrucke - siehe dann die Listungen in den Standard-Briefmarken Katalogen.

 

Hier die komplette Flöte nur die $ 25 in sepia- pink & blassgrün fehlt!
Von links oben: 2c, 20c, 5c, 10c
Unten von links: 1c Typ II, 50c, $1
   
   
$ 5

 

 

 

Quellen: 
- Stempelmarken- Fundus von Gunter Wagner Filderstadt, von wem sonst? 
- Und Infos aus dem South East Asia Revenues Katalog von  J. Barefoot Ltd. 


        

www.stempelpapier.de