Revenues aus Namibia
  
   
Namibia (amtlich: Republik Namibia, englisch "Republic of Namibia") ist ein sehr dünn besiedelter Staat im südlichen Afrika zwischen Angola, Sambia, Botswana, Südafrika und dem Atlantischen Ozean. 
Ein bis zu 100 Meter langer Grenzverlauf – und damit das einzige Vierländereck der Erde – mit Simbabwe ist strittig.
Der Name des Staates leitet sich von der Wüste Namib ab, die den gesamten Küstenraum des Landes einnimmt. Er wurde bei der Unabhängigkeit als neutrale Bezeichnung gewählt, um keines der vielen namibischen Völker zu verärgern. Im deutschsprachigen Raum existiert weiterhin die weniger gebräuchliche Bezeichnung „Namibien“. Deutschsprachige Bewohner Namibias sprechen vereinzelt noch von „Südwest“ als Kürzel für Südwestafrika (ehemals Deutsch-Südwestafrika beziehungsweise zwischen 1919 und 1990 Südwestafrika) – ein Begriff, der bei den Einwohnern – je nach Hautfarbe sowie politischer und geschichtlicher Prägung – sehr unterschiedliche Assoziationen hervorruft.
Aus den gleichen politischen Gründen entschied man sich 1990 gegen die bisherigen Amtssprachen und wählte stattdessen die englische Sprache, die viele Ältere, vor allem im Norden des Landes, nicht beherrschen. Der größte Teil der Bevölkerung spricht, neben Bantu- oder Khoisan-Sprachen, Afrikaans, manche auch Deutsch.
Nationalfeiertag ist der 21. März, Tag der Unabhängigkeit (1990).
  
Anmerkung in eigener Sache
Folglich sollte man dieses Land doch "Namibia" nennen, und nicht wie im "Barefoot" unter "South West Africa" listen. 
Denn solche Großmachtansprüche des Commonwealth, die sich in der Fiskal- Philatelie bei der Bezeichnung der einzelnen Länder immer noch fortsetzen, die sind ja schon längst passee. 
Richtig müßte es heißen: 
Namibia, früher Deutsch- Südwest- Afrikabis 1919, und von da ab ein Mandatsgebiet der UNO, von der es der Südafrikanischen Union zugesprochen worden war, dies aber einer Okkupation dieses Landes von Südafrika bis 1990 gleichkommt.
   
  
Sprachen
Die heutigen Namibier sind ein Gemisch unterschiedlicher, aber teils verwandter Völker, die größtenteils durch mehrere Völkerwanderungen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in das Gebiet umsiedelten. Diese Vielfältigkeit der Bevölkerung spiegelt sich auch in den gesprochenen Sprachen wider. 
Es gibt mit den Bantusprachen, den Khoisan-Sprachen und den indogermanischen Sprachen drei große Sprachgruppen mit über 30 Einzelsprachen bzw. Dialekten. 
Die in Namibia gesprochenen Bantu-Sprachen sind Oshivambo, Otjiherero, RuKwangali, SiLozi und Setswana. 
Zu den Khoisan-Sprachen zählen Khoekhoegowab und die Sprachen der San wie Kung und Khoe. Mehr als 50 % der namibischen Bevölkerung geben an, Oshivambo als Muttersprache zu sprechen.
Die von den Europäern und Bastern eingeführten indogermanischen Sprachen wie Afrikaans und Deutsch werden zwar nur von einem kleinen Bevölkerungsteil als Muttersprache gesprochen, sind aber besonders unter Farmarbeitern und anderssprachigen Weißen weiterhin sehr verbreitete Verkehrssprachen. 
Von der weißen Bevölkerung sprechen 60 % Afrikaans, 32 % Deutsch und 7 % Englisch.
Deutsch, Afrikaans und Englisch waren bis zur Unabhängigkeit des Landes von Südafrika 1990 die offiziellen Amtssprachen. Um endgültig mit der Apartheid und Fremdherrschaft abzuschließen, aber vor allem um keine der bestehenden Bevölkerungsgruppen zu bevorzugen und somit die Integrität des Landes zu gefährden, wurde die „neutrale“ Sprache Englisch zur alleinigen Amtssprache erhoben. 
Der Großteil der Bevölkerung spricht als Zweitsprache Afrikaans. Deutsch ist die Muttersprache von 1,1 % (etwa 20.000) der Bevölkerung und Zweitsprache eines Großteils der weißen Einwohner sowie eines kleinen Teils der schwarzen Bevölkerung (etwa 55.000). 
Im täglichen Leben ist Deutsch eine wichtige Verkehrssprache vor allem in der Wirtschaft und dem Tourismus. Obwohl Englisch nur von weniger als 0,1 % der Bevölkerung als Muttersprache zu Hause gesprochen wird, hat sich der Anteil derer, die fließend Englisch sprechen können, in den Jahren seit der Unabhängigkeit drastisch erhöht. Das ist vor allem auf den konsequenten Gebrauch des Englischen in Schulen, Ämtern und Medien zurückzuführen.
Jedoch unterscheidet sich das in Namibia gesprochene Englisch aufgrund des geringen Anteils an Muttersprachlern durch diverse Eigenarten vom Oxford-Englisch. Bezüglich dessen ist über die Jahre hinweg besonders unter der schwarzafrikanischen Bevölkerung des Landes eine Pidgin-ähnliche Mischsprache entstanden, welche des Öfteren als Namlish bezeichnet wird.
   
   
Geschichte
Die trockenen Landstriche Südwestafrikas sind schon seit vielen Tausend Jahren Lebensraum und Heimat für die Völker der San und Damara. Portugiesische Seefahrer entdeckten das Land erstmals im 15. Jahrhundert für Europa. Eine nennenswerte Besiedelung blieb jedoch wegen der unwirtlichen Verhältnisse in den Küstenregionen lange Zeit aus. Im Zuge zahlreicher afrikanischer Völkerwanderungen drangen, im 17. Jahrhundert beginnend, Herero-, Nama-, Orlam- und Ovambo-Stämme ins Land ein. 
Erst im 19. Jahrhundert setzte eine starke Zuwanderung europäischer Siedler ein. Diese stammten vorwiegend aus Portugal, England und dem deutschen Sprachraum. 
Bis 1884/85 kam das Land mit Ausnahme der Walvis Bay, welche unter britischem Einfluss blieb, unter die Herrschaft des Deutschen Reiches und wurde zur Kolonie Deutsch-Südwestafrika. Im Mai 1885 trafen die ersten deutschen Beamten ein, unter ihnen Reichskommisar Ernst Heinrich Göring. Er schloss mit Hilfe von ansässigen Missionaren mit den Herero ein Schutzbündnis. Den Herero wurde Schutz vor den Nama unter Hendrik Witbooi versprochen; im Gegenzug mussten sie sich verpflichten, den Deutschen Handelsfreiheit zu gewähren und ohne deutsche Zustimmung kein Land zu verkaufen.
Als sich zeigte, dass die deutsche Verwaltung zu einem solchen Schutz nicht in der Lage war, kündigten die Herero das Abkommen und vertrieben die Beamten unter Göring. In Folge wurden etwa 20 Soldaten unter Curt von François entsandt, was kaum mehr als eine symbolische Präsenz dargestellt hat. Curt von François ging mit diesen Soldaten mit rücksichtloser Strenge gegen die Herero vor und brachte diese so innerhalb kürzester Zeit gegen sich auf. 
In der Folge mussten die Schutztruppen laufend verstärkt werden. 1894 setzte der deutsche Reichstag Curt von François ab und ernannte Theodor Leutwein als Gouverneur von „Deutsch-Südwestafrika“. 
Leutwein hatte nur ein sehr beschränktes militärisches Budget und versuchte deshalb, die deutsche Herrschaft möglichst gewaltfrei und kostengünstig zu festigen, indem er verschiedene einheimische Führer zur Zusammenarbeit bewog. 1897 dezimierte eine Rinderpest die großen Viehbestände der Herero. Die weißen Siedler waren viel weniger betroffen, weil sie ihr Vieh impfen konnten. Die Herero verloren mit den Viehherden die Grundlagen ihrer autonomen und autarken Lebensweise und mussten zunehmend bei den Weißen in Lohnarbeit treten. Ziel vieler weißer Siedler war, den Hererochiefs Land abzukaufen. Sie verkauften deshalb den Herero oft über mehrere Jahre auf Kredit europäische Konsumgüter. Viel später präsentierten sie dann die Rechnungen und trieben die Schulden ein, die mit Vieh und Land bezahlt werden mussten. Es kam auch vor, dass Händler Waren, an denen die Herero kein Interesse hatten, einfach in den Dörfern von den Wagen warfen und später auf Bezahlung pochten.
Diese „Zivilisierungsbemühungen“ führten zu Konflikten zwischen den Vertretern der deutschen Kolonialherrschaft und den Völkern der Kolonie. So kam es zwischen 1904 und 1908 zum Aufstand der Herero und Nama und zur Vernichtung zehntausender Herero und Nama.
Im Ersten Weltkrieg wurde das Land von den britischen Truppen Südafrikas eingenommen und mit dem Ende des Krieges vom Völkerbund 1920 als Mandatsgebiet der Südafrikanischen Union zur Verwaltung übergeben. Diese hielt das Land bis zu seiner Unabhängigkeit am 21. März 1990 trotz intensiver internationaler Bemühungen und eines zwei Jahrzehnte andauernden bewaffneten Kampfes gegen die 1960 gegründete Südwestafrikanische Volksorganisation (SWAPO) besetzt.
Seit 1990 ist Namibia, nach mehr als 100-jähriger Fremdbestimmung, ein unabhängiger demokratischer Staat. Die Regierung wird seit der Gründung der Republik von der SWAPO gestellt. Sie ist die Partei der größten Bevölkerungsgruppe, der Ovambo. Nach dem SWAPO-Führer Samuel Shafishuna Nujoma, welcher bis zum 21. März 2005 regierte, ist Hifikepunye Lucas Pohamba der zweite und derzeitige Präsident des Landes.
   
   
Südafrikanische Verwaltung
Deutsch-Südwestafrika wurde während des Ersten Weltkrieges von Südafrika besetzt und durch Beschluss des Völkerbundes 1920 der Südafrikanischen Union als Mandatsgebiet zugeteilt. Der südafrikanischen Verwaltung gelang es in den Folgejahren, den ehemals starken deutschen Einfluss nachhaltig zu reduzieren und Namibia zu „südafrikanisieren“ – einschließlich der Ausdehnung der Apartheidspolitik auf das Mandatsgebiet. Dies löste nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche, allerdings vergebliche Versuche der UNO aus, Südafrika das ehemalige Völkerbundmandat zu entziehen; dies wurde vor der UNO-Vollversammlung gefordert, da Südafrika nicht seinen Informationspflichten über das Gebiet gegenüber dem Gremium nachkam. Erst nachdem der Internationale Gerichtshof in Den Haag 1971 die südafrikanische Verwaltung für illegal erklärt hatte, war Südafrika 1972 bereit, Südwestafrika nach einer angemessenen Übergangszeit in die Unabhängigkeit zu entlassen.
Das Verhalten Südafrikas war aber auch in Südwestafrika selbst auf zunehmenden und vom damaligen Ostblock massiv unterstützen Widerstand gestoßen. Die Entscheidung des Internationalen Gerichtshofes verlieh diesem Widerstand die gewünschte Legitimation, was letztlich sogar dazu führte, dass die mehrheitlich von den Ovambo getragene und von der Sowjetunion finanzierte Unabhängigkeitsbewegung Südwestafrikanische Volksorganisation (SWAPO) 1973 von der UNO das Alleinvertretungsrecht für Namibia zuerkannt bekam. Die begründete Befürchtung Südafrikas, möglicherweise einen kommunistisch regierten oder sozialistischen Nachbarstaat zu bekommen, löste einen Jahrzehnte dauernden Guerilla-Krieg in Namibia und Angola aus. Er endete – im Zusammenhang mit der schrittweisen Selbstauflösung des Ostblocks – 1988 mit dem Waffenstillstand zwischen Südafrika und Angola und der sich daran anschließenden Vorbereitung von Wahlen in Namibia.
   
  
Es folgt eine Barefoot-Übersetzung aus dem Englischen:
... Die Fiskalmarken aus dieser Zeit haben einen Sicherheitsunterdruck in Form eines Datums, welches auch nur einmal pro Ausgabe der Marke vorkommt. 
Diese Datumsstempel sind in Reihen leicht versetzt vorkommend und werden nur sichtbar unter einer UV-Lampe. Das Datum zeigt sich dann entweder in Gold (G) oder in Silber (S). 
Dieser Sicherheitsunterdruck erstreckt sich über beide Ausgaben 1990 bis 1999, aber nicht auf die Ausgaben von 2003. 
Für die Cent-Werte von 1990 und 1993, ist das Sicherheits- Datum sichtbar. Der Sicherheitsunterdruck vom Datum fehlt in der Ausgabe von 2003. Die Einteilung in vier Serien wurde vor kurzem von Oscar van der Vliet erforscht, aber nicht alle hier aufgeführten Werte sind schon bestätigt worden.
  
1te Serie.  1990 (oder 1991) Währung Rand. Eindruck: Harrison and Sons Ltd.
Sicherheit Unterdruck = Datum und UV Farben wie angegeben (soweit bekannt). 
Elliptisches Kontroll Loch in der oberen rechten Ecke jeder Marke. Perf. 14.
Ausgaben: 10c, 20c, 50c, 1R, 2R, 5R, 10R, 20R, 50R, 100R, 200R, 500R S, 1000R G.
    
2te Serie. 1993. Namibische $ Währung. Impressum: Harrison & Sons Ltd.
Die Wertangaben von einem Punkt-Matrix-Drucker mit recht großen Punkten. Sicherheit Unterdruck =  Datum und UV Farben angezeigt (sofern bekannt). „$“  kleiner als Wertangabe und Bezeichnungsbuchstabe „N“. Elliptisches Kontroll Loch in der oberen rechten Ecke jeder Marke. Perf. 14. Ausgaben: 10c G, 20c G, 50c, N$1, N$2 G, N$5 G, N$10 G ,N$20, N$50 G, N$100 G, N$200 G+S, N$500 S, N$1000 G.
   
3te Serie. 1999. Impressum De La Ru.
Die Wertangabe aufgebracht mit Laser-Drucker mit kleinen Punkten, 3mm unter Revenue. "c" von Cent gerundet, Der Vertikal Strick im „$“-Zeichen ist so groß wie das „S“. Sicherheit Unterdruck = Datum und UV Farben angezeigt (sofern bekannt). Elliptisches Kontroll Loch in der oberen rechten Ecke jeder Marke. Perf. 14. Ausgaben: 10c, 20c G, 50c, N$1 G, N$2, N$5 G, N$10 g, N$20 G, N$50, N$100, N$200, N$500.
   
4te Serie.  2003 Impressum De La Rue
Wert eingedruckt durch Laserdrucker mit kaum sichtbaren Punkten, 4 ½ mm unterhalb dem Wort „REVENUE“. Der Buchstabe „C“ von  Cent ist größer, Vertikalstrich vom $ Zeichen ist höher als das „S“. Sicherheit Unterdruck = Datum und UV Farben angezeigt (sofern bekannt), es geht aber nicht über den Markenrand hinaus. Elliptisches Kontroll Loch in der oberen rechten Ecke jeder Marke. Perf. 14. Ausgaben: 10c, 20c, 50c G. N$1 G, N$2 G, N$5, N$10, N$20, N$50 G, N$100, N$200, N$500, N$1000 G.
   
5te Serie. Selbstklebende Marken auf durchstochenem Trägerpapier
Ausgaben: 50c in dunkelrot-braun, N$1 in olivgrün, N$2 in lachsrosa, N$5 in hellblau.
 
   
Nachfolgend möchte ich nun noch  weitere unerforschte Serien vorstellen:
   
NAMIBIA REVENUE
DE LA RUE
Abmaße: 41 x 28mm. Ohne WZ, Perf. Stege in 14 ¼ Abständen
Unterdruck: REVENUENAMIBIA. Selbstklebend?
Im Barefoot nicht gelistet!
 
20 c in dunkelgelborange
   
50 c in helllilabraun, mit perforiertem Seitenstück rechts
    
N$5 in nicht ganz mittelpreussischblau
   
N$10 in lebhaftürkisblau
   
Rückseiten folgender Marken:
oben 20 c  und unten N$10
   
    
NAMIBIA REVENUE PENALTY
HARRISON AND SONS LTD
Abmaße: 24,5 x 20,5mm. Ohne WZ, und die Perf. 15 ½
Werte in schwarz = Laserdruck. PENALTY in Rot
Unterdruck: REVENUENAMBIBIA und mit ovale Sicherheitslochung oben rechts
Im Barefoot nicht gelistet!
   
5 c in hellrötichgelb
  
10c in hellblaugrün
 
20 c in lebhaftgeldorange
   
50 c in mttelbraunpurpur
    
N$ 20 in annähernd hellbraun
   
R5 in lebhaftpreußischblau
    
R10 in lebhafttürkisblau
   
   
NAMBIBIA REVENUE PENALTY
NAMIBIA POST     JOH. ENSCHEDE
Aufdrucke insgesamt feiner als zuvor, z. B. kein Laserdruck
Abmaße: 29,5 x 20,5mm. Ohne WZ, und die Perf. 15 ½
Unterdruck: REVENUENAMIBIA und mit ovale Sicherheitslochung oben rechts
Im Barefoot nicht gelistet!
  
N$1 in mittelgraubraun
    
N$2 in hellgraurot
    
Rückseiten folgender Marken:
Oben Revenue Penalty 20c
Mittig Revenue Penalty R 10
Unten Revenue Penalty N$20
    
     





 

Quellen: 
- Wikipedia 
- und zum Abgleich der Barefoot Britisch Commonwealth Revenue Katalog von 2008, 
(darin sind alle diese hier von mir aufgezeigten Stempelmarken nicht gelistet!)
-  Michel Farbenfüher 
- und die Marken stammen - wieder einmal mehr - aus dem Stempelmarkenfundus von Gunter Wagner, Filderstadt, von wem denn sonst?



        

www.stempelpapier.de