Die Fahrkartensteuer, eine Stempelsteuer im wahrsten Sinne des Wortes,
denn die Fahrkarten wurden gestempelt!
  
  
1.8.1906 Im Deutschen Reich tritt die Fahrkartensteuer in Kraft. Durch diese Beförderungssteuer auf Personenfahrkarten rechnet der Fiskus mit Mehreinnahmen von 50 Mio. Mark jährlich.
   
   
 
Das Satire- Journal "Simplicissimus" nimmt schon am 28. Mai 1906 diese Steuer auf die Schüppe. 
Man sieht eine Lokomotive mit einem Grabkreuz unter Bäumen stehen 
und der Bahnbeamte weidet seine Kühe auf den nicht mehr benutzten Gleisen.
   
   
   
   
Die komplette Flöte am Fahrkartenstempel Marken
   
  
Wer jetzt meint der Fahrkartenstempel bezöge sich nur auf die Fahrkarten der Eisenbahn, der sieht sich getäuscht;  in allen Bereichen des Leben, wo eine Fahrkarte benötigt wurde, wurde auch abkassiert.
Ob das Stromboot zwischen Deutschland und Holland über die Ems staatlich betrieben worden war, ist wohl anzunehmen.
      
Die Dollart/Dollard- Fährroute heute
       
   
Stroombootdienst
Delfzijl- Emden
In einer Kajuit
und Emden- Delfzijl zurück
Geldig/Gültig een
     
Leider ist kein Preis mehr festzustellen. 
Der sollte lt. Fahrkarten- Steuerliste im Bereich zwischen 0,60 – 2 Mark gelegen haben.
Ob dies aber auch auf einem Boot in der III. Klasse wie bei der Bahn galt, ist wohl eher fraglich.
  
Es sieht so aus, als wenn die Fahrkarte bei Betreten des Bootes durch Abreißen einer Ecke nochmalsl entwertet worden sei!
5 Pfennig Fahrkartenstempel
    
Entwertet 3. MRZ = MÄRZ 1910
 
   

 

Quellen:
- der Fahrkartenbeleg stammt aus dem Fiskalmarkenfundus von Gunter Wagner, Filderstadt,
- die Steckkarte mit den ungebrauchten Fahrkartenstempel- Marken stellte mir Clay Wallace, USA zur Verfügung, 
beiden sage ich vielen Dank fürs Aufzeigen! 


        

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