Auch ein Sammelgebiet in der Fiskal- Philatelie, Verkehrsabgaben- Fiskalmarken sammeln!

  

Hier die Flösserei- und Schiffahrts- Abgaben aus Berlin nach 1945

Abgaben- Verordnung von heute

Schifffahrtsabgaben sind Befahrungsabgaben, Schleusengebühren und Brückengelder. 

Sie können auch nebeneinander oder – für bestimmte Fahrzeugarten – pauschaliert erhoben
werden.

  

021 Befahrungsabgaben (Teil C Abschnitt I und Teil D) werden erhoben für

a) Güter in Schiffen nach der Fahrstrecke und/oder dem Gewicht und der Art der beförderten Güter,
b) leere Güterschiffe in Form eines Zuschlags (vgl. TS 060) für jede Fahrt, bei der Befahrungsabgaben nach Buchstabe a zu entrichten sind,
c) Fahrgastschiffe und Fahrgastkabinenschiffe, die Personen befördern oder anderweitig gewerblich
genutzt werden, nach der Fahrstrecke oder als Pauschale und nach der höchstzulässigen
Fahrgast- bzw. Bettenzahl,
d) Fähren, Schwimmkörper, schwimmende Geräte und Anlagen nach der Fahrstrecke,
e) Bunker- und Proviantboote mit Standort innerhalb des Tarifgeltungsbereichs (Teil A) pauschal nach der Tragfähigkeit,
f) beladene Container nach der Fahrstrecke.

022 Schleusengebühren für Schleusungen innerhalb der festgesetzten Schleusenbetriebszeit (Teil C Abschnitt II Nr. 1) werden erhoben für jede Schleusendurchfahrt bzw. Hebewerksbenutzung anstelle von Befahrungsabgaben für 
a) Sportfahrzeuge,
b) Kleinfahrzeuge.
Fahrzeuge, die im Anschluss an die festgesetzte Schleusenbetriebszeit während einer aus schifffahrtspolizeilichen
oder betrieblichen Gründen notwendigen verlängerten Schleusenbetriebszeit geschleust werden, gelten als innerhalb der festgesetzten Schleusenbetriebszeit geschleust. Gleiches gilt für Fahrzeuge, die nicht im Anschluss an die festgesetzte Schleusenbetriebszeit (z.B. an Sonn- und Feiertagen) geschleust werden, wenn der Schleusenbetrieb für bestimmte Schleusen allgemein angeordnet worden ist.
Sind zum Zeitpunkt der letzten Schleusung innerhalb der Betriebszeit bereits Fahrzeuge in
die Schleusenkammer eingefahren und folgen noch weitere Fahrzeuge nach diesem Zeitpunkt, so gilt die gesamte Schleusung dieser Fahrzeuge als Schleusung innerhalb der Betriebszeit.
Dies ist sinngemäß auch auf die Einfahrt von Fahrzeugen bei Schleusungen außerhalb der Betriebszeit
anzuwenden.
„Kleinfahrzeuge" sind Fahrzeuge, deren Schiffskörper, ohne Ruder und Bugspriet, eine Höchstlänge
von weniger als 20 m aufweist, einschließlich Segelsurfbrett, Amphibienfahrzeuge, Luftkissenfahrzeuge und Tragflügelboote, ausgenommen 
– Fahrzeuge, die gebaut oder eingerichtet sind, um andere Fahrzeuge, die nicht Kleinfahrzeuge
sind, zu schleppen, zu schieben oder längsseits gekuppelt mitzuführen, 
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Tarifstelle (TS)
– Fahrzeuge, die zur Beförderung von mehr als zwölf Fahrgästen zugelassen sind,
– Fähren, 

– Schubleichter sowie schwimmende Geräte.

023 Schleusengebühren für Schleusungen außerhalb der festgesetzten Schleusenbetriebszeit (Teil C Abschnitt II Nr. 2) werden je Fahrzeug/Anlage für jede Schleusendurchfahrt bzw. Hebewerksbenutzung erhoben, und zwar neben den sonstigen Abgaben dieses Tarifs.
Dabei gelten als
Frühschleusungen
Schleusungen in der Zeit von 5.00 Uhr bis zum Beginn der Schleusenbetriebszeit
Spätschleusungen
Schleusungen in der Zeit vom Ende der Schleusenbetriebszeit bis 23.00 Uhr
Nachtschleusungen
Schleusungen in der Zeit zwischen 23.00 Uhr und 5.00 Uhr.
Bei selbst zu bedienenden Schleusen gilt als Betriebszeit die Betriebszeit der fernüberwachenden
Dienststelle.
Analog gelten an Tagen mit Schleusenbetriebsruhe Schleusungen
in der Zeit von 5.00 Uhr bis 23.00 Uhr als Früh- und Spätschleusungen sowie
in der Zeit von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr als Nachtschleusungen.
Für eine angemeldete jedoch wegen Ausbleiben eines Schiffes nicht ausgeführte Schleusung
außerhalb der Betriebszeit ist die Hälfte der tariflichen Abgaben zu zahlen. Als ausgeblieben gilt ein Schiff, wenn es eine halbe Stunde nach der angegebenen Zeit nicht schleusungsbereit ist.
Wird die Anmeldung noch innerhalb der Schleusenbetriebszeit zurückgenommen, so ist keine
Abgabe zu entrichten. Sollte jedoch im Anschluss an die abgelaufene halbe Stunde Wartezeit betrieblich noch eine Schleusung des Schiffes möglich sein, ist dafür erneut die volle Schleusengebühr zu entrichten. Es ist in diesem Falle die eineinhalbfache Schleusengebühr zu entrichten.

  

024 Schleusengebühren für Vorschleusungen (Teil C Abschnitt II Nr. 3) sind neben den sonstigen Schifffahrtsabgaben für Fahrzeuge zu entrichten, die aufgrund einer Erlaubnis der Strom- und Schifffahrtspolizeibehörde (§ 6.29 Nr. 5 Buchstabe c BinSchStrO) außerhalb der Reihenfolge mit Vorrang geschleust werden.
Die Vorschleusungsgebühren sind von der ersten Schleuse an, für die das Vorschleusen erlaubt
ist, gleichzeitig für alle bis zum Fahrtziel noch zu durchfahrenden Schleusen – ausgenommen sind die Schleusen an den Stichkanälen Osnabrück, Hannover-Linden, Hildesheim und Salzgitter – zu entrichten. Dies gilt auch dann, wenn an den folgenden Schleusen keine Vorschleusung in Anspruch genommen wird.

   

025 Werden die Schleusen des Verbindungskanals Süd zur Weser (Ober- und Unterschleuse) unmittelbar hintereinander durchfahren, sind Schleusengebühren jeweils nur für eine Schleuse zu entrichten.

  

026 Brückengelder werden für das Öffnen einer oder beider Hubbrücken in Lübeck nur außerhalb der festgesetzten Betriebszeiten (Teil C Abschnitt III) erhoben.
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Tarifstelle(TS)

   

027 Für die Einstufung der Güter in Güterklassen ist das „Güterverzeichnis für den Verkehr auf deutschen Binnenwasserstraßen" maßgebend. Die Nummern hinter den im Teil D – Ausnahmesätze für Güter – aufgeführten Güter sind Güternummern dieses Güterverzeichnisses.

  

028 Die Ladungsgewichte von Gütern gleicher Güternummern, gleicher Tarifstellen und gleicher Tarifstationen sind zusammenzufassen und auf volle Tonnen aufzurunden.

  

029 Die Tarifentfernung, die der Abgabenberechnung zugrunde zu legen ist, ist nach dem diesem Tarif als Anlage beigefügten Entfernungszeiger zu ermitteln.
Beginnt oder endet eine Fahrt zwischen zwei in dem Entfernungszeiger aufgeführten Tarifkilometern,
so wird auf den nächsten Kilometer aufgerundet.
Bei Rundfahrten (Fahrgastschifffahrt) sind die vom Ausgangsort am weitesten entfernt gelegenen
Tarifkilometerpunkte der Fahrstrecke zugrunde zu legen.

  

030 Im durchgehenden Verkehr zwischen dem Rhein und Häfen an der Ruhr oberhalb km 4,51 (Abzw. des Verbindungskanals zur Ruhr aus der Ruhr) über die Schleuse Duisburg-Meiderich sind Abgaben hinsichtlich der Tarifentfernung und der Tarifsätze wie für eine Fahrt über die Ruhrschleuse Duisburg zu entrichten.

    

031 Die Befahrungsabgaben sind jeweils auf volle Cent nach unten zu runden.

     

032 Für jede Ladungsfahrt von Fahrzeugen bis zu einer Tragfähigkeit von 100 t, in besonders begründeten Einzelfällen mit vorheriger Zustimmung des Bundesministers für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung auch für Fahrzeuge mit einer Tragfähigkeit bis zu 400 t, die innerhalb einer Schleusenhaltung Güter über weniger als 5 km Entfernung befördern, sind nur 10 % der Befahrungsabgaben – einschließlich des Zuschlags nach TS 060 – mindestens 0,50 Euro, zu entrichten.

   

033 Muss ein Fahrzeug wegen unvorhersehbarer außergewöhnlicher Unglücksfälle oder Katastrophen nachweislich einen Umweg fahren, kann der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung die Erstattung des Unterschiedsbetrages zwischen den Abgaben für den direkten Weg und den für die Umwegstrecke tatsächlich gezahlten Abgabenbetrag zulassen. 

   

034 Bei Umleitungen infolge Sperrung einer Wasserstraße des Tarifgeltungsbereichs werden etwa erhobene höhere Schifffahrtsabgaben für den benutzten Verkehrsweg auf Antrag erstattet.
Bei einer Sperrung des Rhein-Herne-Kanals oder des Wesel-Datteln-Kanals muss der Lade- oder
Löschort an dem gesperrten Kanal liegen.

     

035 Muss ein Fahrzeug wegen einer unvorhersehbaren Sperrung einer Bundeswasserstraße ohne Verschulden des Schiffsführers 
– eine bereits zurückgelegte Fahrstrecke in entgegengesetzter Richtung benutzen,
– die Weiterfahrt zur Löschung des Gutes vorzeitig abbrechen oder
– einen Umweg über eine andere abgabenpflichtige Bundeswasserstraße fahren,
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Tarifstelle
(TS)
so werden die für die doppelt befahrene, die für die nicht benutzte Fahrstrecke oder die für den
notwendigen Umweg gegenüber dem ursprünglichen Weg zusätzlich entrichteten Schifffahrtsabgaben 
auf Antrag ganz oder teilweise erstattet. Der Neuberechnung sind dabei die für den ursprünglichen,
gesperrten Verkehrsweg gültigen Abgabensätze zugrunde zu legen. Als unvorhersehbar gilt auch eine für den Schiffsführer – trotz der gebotenen Sorgfaltspflicht – nicht erkennbare plötzliche Sperrung wegen Hochwassers oder Eises.

036 Die im Teil D festgesetzten Ausnahmesätze werden nur dann gewährt, wenn die begünstigten Güter zu den begünstigten Zwecken tatsächlich verwandt werden, z.B. für Düngemittel und Futtermittel zum Düngen oder zur Bereitung von Düngemitteln bzw. Futterzwecken oder zur Bereitung von Futtermitteln.

  

037 Erstattungsanträge sind innerhalb einer Ausschlussfrist von 6 Monaten – gerechnet vom Tage der Ausstellung des Bescheids an – an die Wasser- und Schifffahrtsdirektion zu richten, die den Bescheid erteilt hat.

  

038 Werden im durchgehenden Verkehr die Schleuse Oldenburg und die Schleuse Bremen durchfahren, werden die Schifffahrtsabgaben durchgehend nach einer Tarifstelle berechnet. Das gleiche gilt für die durchgehenden Verkehre, die streckenweise über die Elbe laufen. 

  

039 Die in Teil D – Ausnahmesätze für Güter – festgesetzten Ausnahmesätze sind innerhalb der Verkehrsbeziehungen – soweit nicht in einzelnen Tarifstellen etwas anderes bestimmt ist – für folgende Verkehrsrichtungen zusammengefasst:
a) nördlich Bergeshövede bezeichnet die Häfen 

am Dortmund-Ems-Kanal unterhalb km 108,36,
am Küstenkanal,
b) östlich Bergeshövede bezeichnet die Häfen
am Mittellandkanal,
an der Weser oberhalb des Hafens Hemelingen,
an der Aller,
an der Werra,
an der Fulda,
am Elbe-Seitenkanal,
an der Elbe oberhalb der Staustufe Geesthacht sowie an den Wasserstraßen, die oberhalb
der Einmündung des Elbe-Lübeck-Kanals mit der Elbe in Verbindung stehen,
c) südlich Bergeshövede bezeichnet die Häfen
am Dortmund-Ems-Kanal südlich km 108,36,
am Datteln-Hamm-Kanal,
am Rhein-Herne-Kanal,
am Wesel-Datteln-Kanal,
an der Ruhr,
am Rhein und an den übrigen mit dem Rhein in Verbindung stehenden Wasserstraßen,
d) östlich Minden bezeichnet die Häfen
am Mittellandkanal östlich km 106,39,
am Elbe-Seitenkanal,
an der Elbe oberhalb der Staustufe Geesthacht sowie an den Wasserstraßen, die oberhalb
der Einmündung des Elbe-Lübeck-Kanals mit der Elbe in Verbindung stehen,
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Tarifstelle
(TS)
e) westlich Minden bezeichnet die Häfen
am Mittellandkanal westlich km 94,58 und
weiter wie unter Buchstabe a und c,
f) unterhalb Geesthacht bezeichnet die Häfen an der Elbe unterhalb der Staustufe Geesthacht
(Elbe-km 585,90) und an den mit der Elbe unterhalb der Staustufe Geesthacht in Verbindung
stehenden Wasserstraßen,
g) oberhalb Geesthacht bezeichnet die deutschen Häfen an der Elbe oberhalb der Staustufe
Geesthacht (Elbe-km 585,90), am Mittellandkanal östlich km 258,66, an der Saale und an den mit der Elbe östlich der Schleuse Niegripp in Verbindung stehenden Bundeswasserstraßen.
Der Begriff „Häfen" umfasst alle an Wasserstraßen gelegenen Lade-, Lösch- oder sonstigen Umschlagstellen.

  

040

041 Für Verkehre zwischen 
– Häfen der Unterweser, der Unteren Hunte, dem Hafen Hemelingen und von See über die Mittelweser
einerseits und 
– Häfen südlich Bergeshövede andererseits
beträgt die abgabenpflichtige Entfernung auf der Mittelweser und dem Mittellandkanal 164 km.

   

042 Im Durchgangsverkehr zwischen
-
Häfen unterhalb Elbe-km 422,83 (Mündung der Unteren Havel-Wasserstraße) einerseits
und
-
Häfen östlich der Abzweigung des Elbe-Havel-Kanals von der Unteren Havel-Wasserstraße(UHW-km 67,33) andererseits
beträgt die abgabenpflichtige Entfernung auf der Unteren Havel-Wasserstraße zwischen der Abzweigung
des Elbe-Havel-Kanals und der Elbe 56 km.

     

043 Muss ein Fahrzeug im Verkehr von oder nach oberhalb Geesthacht, oberhalb Elbe-km 0, der Oder außerhalb des Bereichs der Bundeswasserstraßen und Häfen östlich der Oder den Elbe- Seitenkanal bei einer am letzten Tag der Beladung bekannt gemachten Fahrrinnentiefe auf der Elbe von 169 cm oder weniger oder den Elbe-Havel-Kanal bei einer am letzten Tag der Beladung bekannt gemachten Tauchtiefe von 189 cm oder weniger befahren oder vor dem Überqueren der Elbe bei einer Fahrrinnentiefe auf der Elbe von 169 cm oder weniger leichtern, werden die Befahrungsabgaben für die Ladung auf Antrag auf 50% – einschließlich des Zuschlags nach TS 060 – ermäßigt. 

  

049 Die zum Tarif erlassenen Ausführungsbestimmungen gelten als Bestandteil des Tarifs.

   

Tarifsätze

I. Befahrungsabgaben

1. Güter

Für Güter (ausgenommen Bunker- und Proviantboote, s. TS 069, sowie Container, s. TS`n
061, 062 sind je Gewichtstonne (1000 kg) und je Kilometer Abgaben zu entrichten, und zwar:
a) nach Regelsätzen
050 allgemein, soweit in den TS 051 und 052 nicht anders bestimmt:
für Güter der Güterklasse I/II 0,910 Ct
für Güter der Güterklasse III/IV 0,844 Ct
für Güter der Güterklasse V 0,777 Ct
für Güter der Güterklasse VI 0,708 Ct
051 auf dem Rhein-Herne-Kanal (s. TS 001)
im Verkehr zwischen Häfen südlich Bergeshövede
für Güter der Güterklasse I/II 2,025 Ct
für Güter der Güterklasse III/IV 1,856 Ct

für Güter der Güterklasse V 1,687 Ct
für Güter der Güterklasse VI 1,519 Ct

052 auf dem Wesel-Datteln-Kanal (s. TS 003)
im Verkehr zwischen Häfen südlich Bergeshövede
für Güter der Güterklasse I/II 1,585 Ct
für Güter der Güterklasse III/IV 1,452 Ct
für Güter der Güterklasse V 1,317 Ct
für Güter der Güterklasse VI 1,181 Ct
b) nach Ausnahmesätzen des Teils D

060 2. Leerfahrten
Bei jeder Ladungsfahrt (d.h. vom ersten Einlade- bis zum letzten Ausladehafen) eines Güterschiffs
ist neben den Befahrungsabgaben für Güter ein Betrag von 3,00 EUR als Leerfahrtabgabe zu entrichten. Mit diesem Zuschlag sind Leerfahrten allgemein abgegolten. Abgaben für einzelne Leerfahrten entfallen.
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Tarifstelle
(TS)

3. Container
Für beladene Container sind je Kilometer zu entrichten:
a) nach Regelsätzen
061 bis 20 Fuß Länge .............................................................. 2,50 Ct
062 bis 40 Fuß Länge .............................................................. 5,00 Ct
b) nach Ausnahmesätzen des Teils D

067 4. Fähren, schwimmende Geräte und Anlagen
Für Fähren, schwimmende Geräte (z.B. Bagger, Schwimmkräne)
und schwimmende Anlagen (z.B. Badeanstalten,
Bootshäuser, Docks) sind je Kilometer .................................
zu entrichten (s.a. TS 931).
0,50 EUR

069 5. Bunker- und Proviantboote
Für Bunker- und Proviantboote sind je Tragfähigkeitstonne
und Jahr ................................................................................
zu entrichten.
7,60 EUR
Für erst im Laufe eines Jahres ständig eingesetzte Boote
ermäßigt sich der Pauschalbetrag auf ..................................
je Tragfähigkeitstonne, wenn der erste Einsatz nach dem 1.
Juli eines Jahres erfolgt.
3,80 EUR
Bei nur vorübergehendem Einsatz von Aushilfsbooten sind
für jeden angebrochenen Monat ...........................................
je Tragfähigkeitstonne zu entrichten.
0,65 EUR
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Tarifstelle (TS)

   

6. Fahrgast- und Fahrgastkabinenschiffe (s.a. TS 942)
je Kilometer der Fahrstrecke sind zu entrichten:

a) für Fahrgastschiffe allgemein
070 mit einer höchstzulässigen Fahrgastzahl
bis zu 50 Personen 5 Ct
100 Personen 10 Ct
150 Personen 15 Ct
200 Personen 20 Ct
250 Personen 25 Ct
300 Personen 30 Ct
350 Personen 35 Ct
400 Personen 40 Ct
450 Personen 45 Ct
500 Personen 50 Ct

600 Personen 60 Ct
800 Personen 80 Ct
von mehr als 800 Personen 100 Ct
b) für Fahrgastkabinenschiffe
071 mit einer höchstzulässigen Bettenzahl
bis zu 25 Bett. 23 Ct 150 Bett. 138 Ct 300 Bett. 276 Ct

50 Bett. 46 Ct 200 Bett. 184 Ct 400 Bett. 368 Ct

100 Bett. 92 Ct 250 Bett. 230 Ct von mehr als 400 Bett. 460 Ct

c) für Fahrgastschiffe bei Fahrten innerhalb einer Stauhaltung sowie bei anderweitiger gewerblicher Nutzung
072 – die Hälfte der Abgaben nach TS 070

  

d) für Fahrgastkabinenschiffe bei anderweitiger gewerblicher Nutzung
073 – die Hälfte der Abgaben nach TS 071

  

e) für Fahrgast- und Fahrgastkabinenschiffe auf dem Eder- und Diemelsee (TS 018)
anstelle der Abgaben nach TS 070, 071, 072 und 073 als Jahrespauschale
074 mit einer höchstzulässigen Fahrgastzahl
bis zu 60 Personen ........................................................... 150,00 EUR
von mehr als 60 Personen ................................................ 250,00 EUR
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Tarifstelle
(TS)

   

f) für Fahrgasttagesschiffe, deren Fahrtbeginn oder Fahrtende innerhalb von Berlin liegen und/oder 
die Fahrten ausschließlich innerhalb Berlins durchführen, anstelle der Abgaben
nach TS 070und 072 auf Antrag als Jahrespauschale
075 mit einer höchstzulässigen Fahrgastzahl
bis zu 20 Personen 51,00 €
50 Personen 81,00 €
100 Personen 383,00 €
150 Personen 766,00 €
200 Personen 894,00 €
250 Personen 1.022,00 €
300 Personen 1.278,00 €
350 Personen 1.354,00 €
400 Personen 1.533,00 €
500 Personen 1.789,00 €
von mehr als 500 Personen 2.045,00 €
Der Pauschalbetrag ist im Voraus zu entrichten; er gilt dann für alle Bundeswasserstraßen
in diesem Bereich.
Wird ein Fahrgastschiff veräußert, geht es verloren oder fällt es wegen Instandsetzung
aus, so ist die Pauschale auf Antrag desjenigen, dem das erste Fahrzeug gehört, anzurechnen.
In diesem Fall wird die Pauschale nach dem größeren Fahrzeug berechnet.

   
   

II. Schleusengebühren

1. Schleusungen innerhalb der festgesetzten Schleusenbetriebszeit (s.a. TS 022 Abs. 2)
Für jede Schleusendurchfahrt bzw. Hebewerksbenutzung sind je Fahrzeug zu entrichten:
Für Sportfahrzeuge und zwar:
080 Ruderboote, Segelboote (offene Jollen), Kanus und
sonstige Paddelboote (s.a. TS 083 und TS 911) ............... 1,50 EUR
081 Motorsportboote bis 6 m Länge (s.a. TS 083) ................... 3,00 EUR
082 Motorsportboote über 6 m Länge und Kajütsegelboote
(s.a. TS 083) ............................................................ 4,50 EUR
083 Die Schleusengebühren nach den Tarifstellen 080 bis 082 werden
- soweit Sportfahrzeuge
nicht nach Tarifstelle 911 von den Gebühren befreit sind
- im Rahmen einer mit
den Verbänden der Sportschifffahrt getroffenen Vereinbarung durch eine von diesen zu zahlende Jahrespauschale abgegolten.
084 für Kleinfahrzeuge (s.a. TS 022 Abs. 3 und TS 931, 940) . 3,00 EUR
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Tarifstelle (TS)

2. Schleusungen außerhalb der festgesetzten Schleusenbetriebszeit
Für jede Schleusendurchfahrt bzw. Hebewerksbenutzung sind je Fahrzeug/Anlage zu entrichten:
086 für Früh- und Spätschleusungen
(s.a. TS 022, 023, 092, 909, 911, 940) .............................. 25,00 EUR
für Nachtschleusungen
(s.a. TS 022, 023, 092, 909, 911, 940) .............................. 60,00 EUR
092 Die Schleusengebühren für Sportfahrzeuge nach den Tarifstellen 086 und 089 werden
– soweit Sportfahrzeuge nicht nach TS 911 von den Gebühren befreit sind – im Rahmen einer mit den Verbänden der Sportschifffahrt getroffenen Vereinbarung durch eine von
diesen zu zahlende Jahrespauschale abgegolten, wenn diese Fahrzeuge mit anderen als Sportfahrzeugen (z.B. Güterschiffe, Fahrgastschiffe) geschleust werden.

  

094 3. Vorschleusungen
Für Vorschleusungen nach TS 024 sind für jede Schleusendurchfahrt 

bzw. Hebewerksbenutzung je Fahrzeug/Anlage/
Floß (Schlepper und Schubboote s.a. TS 909)
– neben den sonst zu erhebenden Schifffahrtsabgaben –
zu entrichten.
20,00 EUR

III. Brückengelder

Für das Öffnen einer oder beider Hubbrücken in Lübeck außerhalb der festgesetzten Betriebszeit sind je Fahrzeug/Anlage zu entrichten:
095 für Brückenöffnungen jeweils 2 Stunden vor Beginn oder
nach Beendigung der Betriebszeit ........................................ 5,00 EUR
096 für Brückenöffnungen in der übrigen Zeit ............................. 15,00 EUR

   
  
098 IV. Nachlösezuschläge
Wird eine Abgabenerklärung für eine Ladungsfahrt nicht bei der ersten in Fahrtrichtung gelegenen Abfertigungsstelle, sondern an einer späteren Abfertigungsstelle abgegeben, so ist für jede bis hierhin durchfahrene Abfertigungsstelle ein
Nachlösezuschlag von je .........................................................
zu entrichten.
10,00 EUR
Ein Nachlösezuschlag entfällt, wenn
– der Schiffsführer nachweist, dass er das Vorbeifahren an der betreffenden Abfertigungsstelle nicht zu vertreten hat oder
– vom Schleusenbetriebsdienst aus betriebsinternen Gründen eine in Fahrtrichtung vorausliegende andere Abfertigungsstelle zur Entgegennahme der Abgabenerklärung bestimmt
wird.
   
   

Schiffahrts- und Flösserei Abgaben nach 1945

  
Anm. Weitere Infos waren im Net kaum zu bekommen, 
außer gelistete Archivalien im Berliner Staatsarchiv.
  
   

Jedweder Papierzettel zum Nachweis der Bezahlung an Schiffahrts- und Flösserei- Abgaben reichte nach dem Krieg völlig aus, Marke drauf geklebt, BEZAHLT- Stempel und weiter ging die Reise.

   

Schiffahrts- und Flösserei- Abgaben Marke über 20 Rpf. (Reichspfennig), 
aber ein anderes Markenbild wie Erler es in seinem Katalog „Berlin“ aufzeigt!

Also sind diese Fiskalmarken im Erler alle nicht gelistet!

   

HEBESTELLE ZU THIERGARTENSCHLEUSE

   
   
 

Bezahlt
den 19. AUG. 1949
Schleuse ..itmesau?

   
   

Bezahlt
1949
Friedenthal

   
   

Halbierter Beleg für Sportfahrzeuge
Raum für Wertmarken ist noch zu lesen
………Bezahlt 1949
Spandau
Abgabenmarke 20 Rpf. noch immer der Reichspfennig

    
   

2 Paddelboote
M
Bezahlt 10.8.49      …..sterwitz

Hebestelle 11. AUG. 1949
Brandenburg I

   
   

   

Quelle: 
Die Belege stammen aus dem Fiskalmarken- Fundus von Gunter Wagner Filderstadt, von wem denn sonst?





        

www.stempelpapier.de